Montag, 17. Dezember 2018
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Festakt für den Regionaltarif

Nach Jahrzehnten am Ziel angekommen

Ingolstadt
erstellt am 10.10.2018 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 14.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Bereits seit knapp sechs Wochen ist eine Fahrt mit Bus und Bahn durch die gesamte Region mit nur einem Ticket möglich, am Mittwoch folgte nun der offizielle Festakt zum Start des Tarifverbundes. Dazu kam Verkehrsministerin Ilse Aigner nach Ingolstadt.
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Für die Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt (VGI) heben sie den Daumen (von links): Pfaffenhofens stellvertretender Landrat Anton Westner, Eichstätts stellvertretende Landrätin Rita Böhm, Verkehrsministerin Ilse Aigner, Ingolstadts OB Christian Lösel und der Neuburg-Schrobenhausener Landrat Roland Weigert.
Für die Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt (VGI) heben sie den Daumen (von links): Pfaffenhofens stellvertretender Landrat Anton Westner, Eichstätts stellvertretende Landrätin Rita Böhm, Verkehrsministerin Ilse Aigner, Ingolstadts OB Christian Lösel und der Neuburg-Schrobenhausener Landrat Roland Weigert.
Stefan Eberl
Ingolstadt
Der Rathausplatz wurde zum großen Busparkplatz umfunktioniert. Um die Zusammenarbeit zwischen privaten und kommunalen Unternehmen zu demonstrieren, stellten die beteiligten Busfirmen sechs Fahrzeuge mit einer entsprechenden Regionaltarif-Werbung auf. Außerdem sind auch die Bahnunternehmen DB Regio, Agilis und Bayerische Regiobahn beteiligt.

Einmal mehr lobten Ingolstadts OB Christian Lösel und INVG-Geschäftsführer Robert Frank die historische Vereinbarung, die mehrere Jahrzehnte Anlauf brauchte. Aus bisher 560 möglichen Fahrverbindungen im INVG-Land sind jetzt 14.000 "Von-bis-Varianten" im neuen Tarifgebiet der Region geworden. Umgerüstet werden mussten 60 Vorverkaufsstellen, 19 INVG-Fahrkartenautomaten, 35 Bahn-Fahrkartenautomaten und 280 Busse.

Ministerin Ilse Aigner würdigte den Start des ÖPNV-Verbunds ebenfalls. "Nicht selbstverständlich", wenn nicht sogar "so wohl einzigartig", sei dabei, dass alles "ohne größere Umwürfe oder gar einen Austausch" vonstatten gegangen sei. Alle relevanten Unternehmen und Strecken ließen sich letztlich unter einem Dach vereinen.

Vier Tage vor der Landtagswahl betonte Aigner die heuer forcierte ÖPNV-Offensive des Freistaats. Man werde insgesamt zwei Milliarden Euro (ohne Bahn) ausgeben. Die Ministerin kündigte unter anderem eine neue Busroute ab Ingolstadt an, deren Einführung geprüft werde: Die Staatsregierung möchte flächendeckend Querverbindungen zwischen größeren Städten schaffen und auf diesem Weg Ingolstadt und Landshut direkt anbinden.

Als Präsent hatte Aigner zudem einen Förderscheck über 340.000 Euro dabei, der die Landesgartenschau 2020 in Ingolstadt betrifft: Ein rund 2,6 Millionen Euro teurer Steg soll das Piusviertel dauerhaft mit dem Gelände verbinden.
 
 
Christian Rehberger
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