Dienstag, 17. Juli 2018
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Die Lustigen Kumpels spenden aus dem Open Air erzielte Erlöse - bisher schon über 100000 Euro

Gute Musik und ein großes Herz

Pförring
erstellt am 13.07.2018 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 13.07.2018 um 22:28 Uhr | x gelesen
Pförring (DK) Wenn am 20. und 21. Juli am Pförringer Baggersee wieder einmal heftig gerockt wird, dann ist das den Lustigen Kumpels zu verdanken, die das Open Air nun bereits zum 29. Mal ausrichten. Was viele nicht wissen: Die Kumpels haben neben einem guten Musikgeschmack auch ein großes Herz - und beweisen das Jahr für Jahr.
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Eine von zahlreichen Spendenscheckübergaben der Lustigen Kumpels: Hier erhalten die First Responder Pförring von den geschäftsführenden Vorständen der Kumpels, Rainer Euringer (links), Bernd Wölfl (2.v.r.) und Bernd Gliedl (rechts), eine Zuwendung.
Eine von zahlreichen Spendenscheckübergaben der Lustigen Kumpels: Hier erhalten die First Responder Pförring von den geschäftsführenden Vorständen der Kumpels, Rainer Euringer (links), Bernd Wölfl (2.v.r.) und Bernd Gliedl (rechts), eine Zuwendung.
Foto: Lustige Kumpels
Pförring
Inzwischen hat die Spendensumme die magische Grenze von 100000 Euro überschritten. Stets profitieren soziale Einrichtungen von dem Geld, das die Lustigen Kumpels aus ihrem Festival erlösen. Seit einigen Jahren kommt dabei jedes Mal der größte Einzelbetrag der Kinderkrebshilfe zugute, der Rest der zur Verfügung stehenden Summe wird gesplittet und an regionale Hilfseinrichtungen verteilt.

Laut Bernd Wölfl und Rainer Euringer, die zusammen mit Bernd Gliedl den geschäftsführenden Vorstand der Lustigen Kumpels bilden, hat auf diese Weise in den vergangenen Jahren die Kinder-Uniklinik Ostbayern (Kuno) in Regensburg, davor der entsprechende Bereich an der Kinderklinik Schwabing den größten Batzen bekommen. "Ein Scheck über 5000 Euro für die Kinderkrebshilfe war die größte Einzelsumme, die wir je gespendet haben", erinnert sich Wölfl.

Aus der Region seien die First Responder aus Pförring regelmäßige Spendenempfänger. Aber beispielsweise auch Caritas-Sozialstation, Kindergarten, Feuerwehr oder - ganz spontan aus aktuellem Anlass - vom Hochwasser Betroffene sind schon in den Genuss einer finanziellen Unterstützung durch die Kumpels gekommen. Zudem läuft seit den frühen Jahren des 1984 gegründeten Vereins eine Patenschaft für ein Patenkind.

"Als das Open Air noch kleiner war, waren natürlich auch die Spendensummen kleiner", sagen Wölfl und Euringer. Doch die Kumpels hätten immer darauf geschaut, dass wirklich jedes Jahr eine Spende überreicht werden konnte - "auch in den Jahren, in denen das Festival verregnet war und wir draufgezahlt haben". Dann sei eben der Erlös aus der Weihnachtsfeier mit Spenden von Vereinsmitgliedern weitergegeben worden.

Auf eine bestimmte Spendensumme wollen sich die Kumpels allerdings nicht nur wegen der vor allem wetterbedingten Unabwägbarkeiten beim Open Air nicht festlegen lassen. Es gebe ja auch Kosten in unterschiedlicher Höhe, die im Verein anfallen würden, so Euringer - zuletzt beispielsweise für einheitliche Westen und T-Shirts für die Mitglieder.

Deshalb würden immer nach dem Open Air "die Zahlen angeschaut", und erst dann werde über die Spenden entschieden, die dann im darauffolgenden Frühjahr übergeben werden.

Damit die Spendensumme auch in Zukunft möglichst hoch ist, appellieren die Lustigen Kumpels an die Festivalbesucher, nicht zu versuchen, Speisen und Getränke auf das Festivalgelände mitzubringen (was verboten ist und auch kontrolliert wird). Denn vor allem aus diesem Verkauf finanziere sich (neben einigen Sponsoren) dieses größte Umsonst-und-draußen-Festival der Region. "Wenn woanders vielleicht das Bier um 50 Cent billiger ist als bei uns, dafür aber der Eintritt 40 Euro kostet, kommt man bei uns doch deutlich günstiger weg", rechnet Euringer vor.

Das Open Air am Pförringer Baggersee ist freilich nicht die einzige Veranstaltung im Jahr, bei dem sich die Lustigen Kumpels sozial engagieren. So beteiligen sie sich stets am Ferienprogramm der Gemeinde, machen bei der Ramadama-Aktion mit oder verleihen kostenlos Teile ihres umfangreichen Equipments an andere Vereine.

Neben zahlreichen Urkunden, die die Kumpels für ihre Spenden inzwischen schon erhalten haben, wird ihr Engagement bald auch publikumswirksam zu sehen sein: Auf dem neuen Auto der regelmäßig unterstützten First Responder Pförring ist nämlich eine "Dankesfläche" reserviert, auf der demnächst das Logo der Lustigen Kumpels prangen soll.
 

OPEN AIR IN PFÖRRING

 
Das Open Air am Pförringer Baggersee findet am Freitag und Samstag, 20./21. Juli, statt. Bei freiem Eintritt spielen an jedem der beiden Tage fünf Bands.
Traditionell wird das Festival am Freitag um 17 Uhr mit Blasmusik von den Donautalern eröffnet. Ebenso traditionell geben die Lustigen Kumpels die weitere Reihenfolge der auftretenden Bands aber nicht bekannt. Zu hören  sind am ersten Festivaltag außerdem Hans Söllner und seine Band Bayaman Sissdem mit Bayern-Reggae,  d’Hundskrippln (nicht nur) mit ihrem Hit „Gloana Bauer“, nulldB mit modernem Metalsound sowie BBou & DJ Sticky mit Oberpfälzer Hip-Hop.
 
Am Festivalsamstag gibt es eine Neuerung, weshalb die Kumpels ausnahmsweise auch den ersten Live Act dieses Tages bekanntgeben: Ab 16 Uhr wird „Haberfeldtreiber“ Hanse Schoierer nicht auf der Hauptbühne, sondern auf einer kleinen Zusatzbühne inmitten des Biergartens auftreten − perfekt für eine Brotzeit, um sich für den Rest des Abends zu stärken. Denn auf der großen Bühne sind dann im weiteren Verlauf bis tief in die Nacht noch Onesee mit Cover- und Partysongs, Paddy and the Rats mit ungarischem Punkrock, die Tote-Hosen-Tribute-Band Bonny & Clyde sowie Feuerschwanz mit ihrer Mittelalter-Comedy-Rockshow live zu erleben.
 
Besonders hinweisen wollen die Lustigen Kummpels noch auf die Regularien zum Jugendschutz. Deshalb finden sich unter www.oa-p.de beziehungsweise www.open-air-pfoerring.de ein „Muttizettel“ und ein „Feierzettel“, also zum einen eine „Vereinbarung zur Übertragung der Erziehungsberechtigung“ für Jugendliche unter 16 Jahren sowie zum anderen eine „Teilnahmeerlaubnis“ für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, ohne die es für die genannten Personengruppen keinen Einlass auf das Festivalgelände gibt.nos
 
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