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Rund 10 000 Besucher feiern anlässlich der Einweihung des Marienplatzes das erste Bürgerfest

"Großmehringer, lass ma’s kracha!"

Großmehring
erstellt am 21.06.2015 um 21:07 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:44 Uhr | x gelesen
Großmehring (DK) Immer wieder gingen die Blicke bange nach oben: Würde das Wetter wohl halten? Das fragten sich am Wochenende viele Gäste, die das erste Bürgerfest in Großmehring besuchten. Anlass für diese Veranstaltung war die Einweihung des neu gestalteten Marienplatzes.
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Großmehring: "Großmehringer, lass ma’s kracha!"
Auf die ehemals schwierige Verkehrssituation in der Großmehringer Ortsmitte wies Landrat Anton Knapp auf dem neu gestalteten Marienplatz hin und lobte die kreativen Ideen und mutigen Entscheidungen.
Großmehring

Die Festlichkeiten dauerten zwei Tage und begannen am Samstagnachmittag an der Mariensäule. Obwohl sich am Himmel die Wolken ein wenig verzogen hatten und die Sonne schien, sagte Bürgermeister Ludwig Diepold: „Heute ist ein wunderbarer, aber kalter Tag.“ Doch seine gute Laune wurde nicht getrübt, und stolz blickte er auf die neue Ortsmitte: „Beim Betrachten dieses Platzes sind mir zwei Stichwörter eingefallen: Die Gemeinde braucht ein Gesicht, einen Blickpunkt.“ Von welcher Seite man auch nach Großmehring komme, dieser Platz falle ins Auge.

Lobende Worte fand ebenso Regierungsvizepräsidentin Maria Els. „Sie haben was Beeindruckendes geschaffen, und es ist der Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt“, sagte sie. Ebenso Landrat Anton Knapp: „Jeder wird heute fasziniert sein von dem, was durch kreative Ideen und mutige Entscheidungen geschaffen wurde.“ Einen großen Dank richtete Claudia Schnarnagl von der Planungsgemeinschaft an die Anwohner, die die Baumaßnahme mit viel Geduld begleitet hätten.

Nach der Segnung des Marienplatzes und der Mariensäule durch Pfarrer Norbert Pabst und Viktor Linn blieb Diepold nur noch ein Satz: „Großmehringer, lass ma’s kracha!“ Während viele der Gäste ins Festzelt gingen, wo der Rathauschef das erste Fass anzapfte, schlenderten andere über das Bürgerfest. Es präsentierten sich auswärtige und ortsansässige Vereine, und jeder bot eine Attraktion. So konnten Kinder beim Schützenverein Adlerhorst Kleinmehring am Lichtgewehr und der Lichtpistole ihre Treffsicherheit zeigen. Konzentration war auch beim Stand des Schützenvereins Bergrose Katharinenberg gefragt. Genauer gesagt beim Nageln. Hier versuchte sich die kleine Theresa Kraus.

Neben Spiel und Spaß für Jung und Alt gab es auch Handwerkskunst zu bewundern. Etwa aus Filz handgewalkte Taschen und Broschen sowie Trachten- und Federschmuck. Aus Ton gefertigte Hopfendolden zierten wiederum Ohrringe und Ketten. Standen die Besucher am Stand des Heimat- und Trachtenvereins Großmehring, war wieder Glück gefragt. Denn hinter den Losen warteten die verschiedensten Gewinne, angefangen von Denksportspielen bis hin zur Schlagbohrmaschine. Lose gab es auch beim Verein Happy Bears. Der Erlös kam benachteiligten Kindern aus der Region zugute.

Nun aber wurde es Zeit für eine kleine Stärkung. Entweder man kehrte im Festzelt ein oder machte Halt im Theißinger Biergarten, veranstaltet vom Schützen- und Sportverein sowie der Freiwilligen Feuerwehr aus Theißing. Oder man nahm sich vom Honig-Häuserl ein feines Glas Honig mit nach Hause. Nicht minder eine Versuchung wert waren die selbst gemachten Liköre der Likörinsel, hergestellt aus Zutaten der Region.

Auch bei den Fotofreunden Großmehring lohnte ein Besuch. Sie hatten extra für das Bürgerfest einen Kalender gestaltet. Das Besondere: Sein Jahr dauert vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 und bemisst in etwa die Spanne vom ersten bis zum zweiten Bürgerfest. An beiden Tagen rockten zudem Bands die Bühne, und es traten verschiedene Tanzgruppen auf. Der Himmel öffnete leider immer wieder seine Schleusen, aber das tat dem ersten Bürgerfest keinen Abbruch. Nach Angaben der Gemeinde kamen trotz des mäßigen Wetters rund 10 000 Leute.

Von Marion Benz
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