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Deutlich mehr Anmeldungen an den Ingolstädter Gymnasien - Erste Ganztagsklasse im Gnadenthal steht

G9,wir kommen!

Ingolstadt
erstellt am 16.05.2018 um 20:02 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (sic) Es ist wie ein Aufbruch auf unbekanntes Terrain: Kinder, die derzeit die fünfte Klasse eines Gymnasiums besuchen, werden die ersten sein, die seit 2011 (damals verließ der letzte Jahrgang des alten G9 die Schulen) - wieder nach neun Jahren Abitur machen.
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Gebt uns die Neun!  Vor zwei Jahren führte das Gnadenthal-Gymnasium einen freiwilligen G9-Zweig ein. Hier einige der ersten Schüler. Seit 2017 sind neun Jahre Gymnasium wieder die Regel.
Gebt uns die Neun! Vor zwei Jahren führte das Gnadenthal-Gymnasium einen freiwilligen G9-Zweig ein. Hier einige der ersten Schüler. Seit 2017 sind neun Jahre Gymnasium wieder die Regel.
Foto: Hammer /Archiv
Ingolstadt
Vor einer Woche ist die zweite Generation des neuen G9 (Abitur 2027) eingeschrieben worden. Doch wie das Gymnasium künftig organisiert ist, steht noch nicht fest. Im Kultusministerium wird fleißig herumgeplant und mit Verbänden sowie weiteren Interessensvertretern diskutiert. Wie genau soll die Stundentafel ausschauen? Wie viel Unterricht wird am Nachmittag stattfinden (weniger als im G8, das steht bereits fest). Wird die Oberstufe reformiert (Stichwort Leistungskurse und Pflichtabiturfächer)? Das alles ist noch nicht geregelt - aber es scheint die Eltern nicht davon abzuschrecken, ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken. Diese Interpretation erlauben - freilich bei aller Vorsicht - auch die aktuellen Einschreibungszahlen der Ingolstädter Gymnasien. Alle melden mehr Anmeldungen als vor einem Jahr.

Der Geburtenboom in Ingolstadt hat bei diesem Trend noch keine Rolle gespielt. Er setzte um 2012 ein, doch die künftigen Fünftklässler an den Gymnasien sind Jahrgang 2007 oder 2008. Der schon seit Langem anhaltende starke Zuzug könnte sich eher auf den markanten Anstieg der Zahlen ausgewirkt haben - und ziemlich sicher das vor einem Jahr beschlossene Ende des weithin unpopulären G8.

Spitzenreiter bei den Neuzugängen ist diesmal das Katharinen-Gymnasium. Schulleiter Rudolf Schweiger berichtet erfreut von 167 Anmeldungen. Im Vorjahr waren es noch 135. Das ergibt sechs Eingangsklassen. Ebenso am Apian-Gymnasium, dort wurden 163 Kinder angemeldet (Vorjahr 156). Stark zugelegt hat auch das Gnadenthal-Gymnasium. Direktor Vitus Lehenmeier meldet 112 Anmeldungen (Vorjahr 88), die in vier fünfte Klassen gehen werden. Einige Kinder werden über die so genannte Brückenphase der Schulen der Diözese Eichstätt von der Gnadenthal-Mädchenrealschule auf das Gymnasium übertreten. Lehenmeier berichtet auch, dass die erste Ganztagsklasse mit Unterricht in der gebundenen Form zustandegekommen ist. Es ist auch die erste ihrer Art an einer weiterführenden Schule in Ingolstadt. Zu G8-Zeiten wäre so ein Angebot wegen des vielen Pflichtunterrichts am Nachmittag schwer zu organisieren gewesen; das G8 ist de facto eine Ganztagsschule.

Im Christoph-Scheiner-Gymnasium wurden 156 Schüler angemeldet, ebenfalls ein markantes Plus. Vor einem Jahr waren es 113. Manfred Ruckdäschel, der Leiter des Gymnasiums Gaimersheim, berichtet von 97 Einschreibungen für die fünfte Klasse, und im Reuchlin-Gymnasium freut sich Schulleiterin Edith Philipp-Rasch über 100 Anmeldungen; im Vorjahr waren es 92.

In allen Zahlen sind die Schüler enthalten, die den Probeunterricht bestehen müssen, weil sie entweder den erforderlichen Notenschnitt von 2,33 im Übertrittszeugnis knapp verfehlt haben oder von einer Montessori-Schule kommen (für sie ist der Probeunterricht obligatorisch, die meisten bestehen diese Prüfung). Aus Datenschutzgründen dürfen die Schulleiter in diesem Jahr die Zahl der Teilnehmer am Probeunterricht nicht mehr herausgeben. "Aber diese Information", merkt ein Direktor gegenüber dem DK an, "ist eigentlich auch nicht besonders wichtig. "
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