Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Reiches Rahmenprogramm beim Tag des offenen Mosaikateliers bei Caroline Jung

Faszination der kleinen Steine

Reichertshofen
erstellt am 13.06.2018 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 17.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Reichertshofen (DK) Kleine bunte Steine, soweit das Auge reicht: Bereits zum sechsten Mal beteiligte sich die Reichertshofener Mosaikkünstlerin Caroline Jung am Tag des offenen Mosaikateliers der Deutschen Organisation für Mosaikkunst (Domo). Bei bestem Sommerwetter erwartete die Besucher ein reiches Rahmenprogramm.
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Fotos: Vogl
Reichertshofen
Fünf Aussteller hatten mit Jung ihre Zelte aufgeschlagen. Außergewöhnliche Töpferkunstwerke hatte die Keramikkünstlerin Katalin Bereczky-Kossack aus Mainburg mitgebracht. Doris Sperr aus Winden zeigte farbenfrohe Arbeiten aus Filz. Und Leo Hemm mit seinen Stelen aus Holz, Metall und Glas ist quasi Stammaussteller bei Jung - er ist bereits seit Anfang an dabei.

Zum ersten Mal stellte die Glaskünstlerin Stefanie Habermann aus Schwabhausen aus. Unter dem Motto "Dein Glasmobile" konnten sich Besucher ein individuelles Glasmobile zusammenstellen. Jung hatte sie auf einem Markt in Haunstetten kennengelernt. "Es herrscht hier eine sehr herzliche und offene Atmosphäre. Ich fühle mich sehr wohl und angekommen", sagte die Glaskünstlerin.

Auf dem Programm stand außerdem eine Lesung der Ingolstädter Autorin Carmen Mayer. Sie las Auszüge ihres Kurzkrimis "Der Fall Katzengold", in dem Journalist Heiko von Leveling von einer Pforzheimer Zeitung einen Auftrag bekommt, der in einen weit zurückliegenden Kriminalfall mündet. Mayer las bereits zum zweiten Mal bei Caroline Jung. Sie käme gerne nach Reichertshofen, betont sie. "Nettes Publikum, nette Gastgeber, leckere Kuchen und eine herzliche Atmosphäre."
Kunst im Garten: Die Reichertshofener Mosaikkünstlerin Caroline Jung (Foto unten) hatte eingeladen, gekommen war auch Glaskünstlerin Stefanie Habermann aus Schwabhausen (oben).
Kunst im Garten: Die Reichertshofener Mosaikkünstlerin Caroline Jung (Foto unten) hatte eingeladen, gekommen war auch Glaskünstlerin Stefanie Habermann aus Schwabhausen (oben).
Fotos: Vogl
Reichertshofen



Jung selbst kam gerade erst aus Italien zurück, wo sie zusammen mit anderen Mosaikkünstlern in der Kirche Spirito Santo in Indicatore/Arezzo Mosaikarbeiten gestaltet hat (wir berichteten). "Zurück mit vielen neuen Ideen", sagt sie lachend. Bei ihr laufen aktuell einige künstlerische Projekte. Sie gestaltet gerade das zweite Social Sofa in Bayern mit Schüler der Freiherr-von-Ickstatt-Realschule in Ingolstadt. "Das wird diesmal ein konkretes Sofa. Die Farben der Schule sind integriert", verrät sie. Das erste Social Sofa steht an der Grund- und Mittelschule Reichertshofen.

Außerdem arbeitet Jung zusammen mit Flüchtlingen an Mosaik-Flaggen der arabischen Länder am Zaun der Containereinrichtung an der Manchinger Straße in Ingolstadt. Die Künstlerin ist bei den Ainauer Kunsttagen Anfang Juli vertreten und ist bei der langen Nacht der Kunst und Musik in Pfaffenhofen Ende Juni dabei. Nicht zu vergessen sind natürlich ihre Footsteps, die Jung mit Schülern der Grund- und Mittelschule in Lenting gestaltet. "Wir haben bereits Fußspuren aus elf Nationen." Auf reges Interesse stieß auch der Mosaiktisch, an dem Interessierte Jung-Schülern beim Mosaiken zusehen oder selbst aktiv werden konnten. Jung stand mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Ende der Veranstaltung freute sich Jung über die zahlreichen Besucher: "Vor allem die Kinder haben das Mosaikbastelangebot gerne angenommen." Besonders schön fand sie es, dass auch Besucher von weiter her gekommen waren: "Sogar jemand aus Heidelberg, der eine Urlaubsreise gemacht hat, war bei mir zu Gast. Selbst eine Lehrerin aus Lenting, die das Fußspurenprojekt in der Schule mitbekommen hatte, besuchte mich im Garten."

Die Aussteller waren auch zufrieden, das Interesse an Mosaikkursen sei wieder groß gewesen. "Und die Kuchen sind auch fast alle weg", so Jung.
Verena Vogl
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