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"Eine sehr charmante Präsidentin"

erstellt am 24.02.2009 um 09:03 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:42 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (hri) An der Spitze des Ingolstädter Landgerichts steht künftig eine Frau. Der Präsidialrat, ein unabhängiges Anhörungsgremium bei der Beförderung von Richtern, sprach sich am gestrigen Montag für Sibylle Dworazik als neue Präsidentin aus. Damit ging die Versammlung mit der Empfehlung des Präsidenten am Oberlandesgericht München, Karl Huber, konform, der die 51-jährige Juristin für diese Stelle vorgeschlagen hatte. Amtsantritt soll am 16. März sein.
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Entscheidung: Sibylle Dworazik wird Landgerichtspräsidentin.
"Ingolstadt bekommt eine sehr charmante Präsidentin", stellte OLG-Hans-Joachim Heßler gestern fest und bestätigte den Ausgang der Präsidialratssitzung vom Vormittag. Wie berichtet, war am Landgericht schon länger darüber gemunkelt worden, dass Sibylle Dworazik die Präsidentenstelle bekommen würde. Nach Wilfried Hüttl, Josef Grieser und Thomas Dickert ist sie die vierte Besetzung in diesem Amt der 1988 gegründeten Justizbehörde, deren Zuständigkeit die gesamte Region umfasst.

Die 51-jährige Juristin ist in Ingolstadt keine Unbekannte. In Garmisch-Partenkirchen geboren und in Bamberg aufgewachsen, hat sie in der Schanz ihre berufliche Karriere begonnen und war ab 1984 für 16 Jahre hier tätig – zunächst als Staatsanwältin in der Zweigstelle der Münchner Ermittlungsbehörde, später als Richterin am neu gegründeten Landgericht. Zuletzt war sie dort Ausbildungsleiterin für die Referendare, bevor sie 2000 ans Oberlandesgericht nach München wechselte. Dort ist die verheiratete 51-Jährige seither Vorsitzende Richterin.

"Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in Ingolstadt", sagte Sibylle Dworazik gestern gegenüber dem DONAUKURIER. "Das ist natürlich etwas ganz Aufregendes." Sie kenne viele ihrer hiesigen Kolleginnen und Kollegen bereits, einige der jüngeren seien bei ihr in der Ausbildung gewesen. Gleichwohl ist ihr bewusst, dass es eine anspruchsvolle Stelle ist, die sie ab 16. März in Ingolstadt besetzen wird. "Darum tanke ich jetzt noch einmal Kraft vor dem Sturm", sagte die künftige Präsidentin. Über die letzten Faschingstage genießt sie gerade einen Kurzurlaub in Bad Griesbach.

Die feierliche Amtsübergabe wird am Donnerstag, 19. März, im Fahnensaal des Neuen Schlosses erfolgen. Gleichzeitig erfolgt die Verabschiedung von Thomas Dickert, der im Dezember überraschend ins Justizministerium gewechselt war.

Von Horst Richter
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