Freitag, 16. November 2018
Lade Login-Box.

Die Stadt will in richtig großem Stil pflanzen

Eine Million neue Bäume

Ingolstadt
erstellt am 07.11.2018 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 11.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ein grünes Thema jagt das nächste: Die Stadt will eine Million Bäume pflanzen, wie Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) am Mittwochnachmittag gegenüber dem DK erklärte. So schnell wie möglich, auf jeden Fall aber innerhalb einer Generation, soll das Projekt verwirklicht sein. "Wir wollen einen nachweisbaren Beitrag für die Nachhaltigkeit leisten", sagte Lösel. Lösel will die Verwaltung damit beauftragen, ein Konzept zu entwickeln, wie das verwirklicht werden kann.
Textgröße
Drucken
So grün: Die Stadt will Ingolstadt aber noch grüner machen ? mit einer Million weiterer Bäume.
So grün: Die Stadt will Ingolstadt aber noch grüner machen - mit einer Million weiterer Bäume.
Schalles
Ingolstadt
Der Oberbürgermeister stellt sich einen Mix aus Maßnahmen vor: Einerseits sollen bestehende Wälder wie der Auwald oder der Neuhau erweitert werden, anderseits müssten neue Wälder angelegt werden. Ohne Zukäufe dürfte es auch nicht gehen.

Wald habe etliche gute Eigenschaften, sagte Lösel: Er könne helfen, die Temperatur zu senken, er binde Staub, Kohlenstoffdioxid und Grundwasser und außerdem biete er Naherholungswert - und das alles für vergleichsweise wenig Geld. Wie viel, das muss die Verwaltung klären. Ein Teil der Investition ließe sich zudem durch Teilbewirtschaftung wieder hereinholen.

Eine Million Bäume benötigen natürlich auch eine gewisse Fläche: Die Stadt rechnet mit 180 bis 220 Hektar, das ist eine Größe von 280 Fußballfeldern. Die gesamte Grünfläche der Stadt beträgt derzeit inklusive Auwald und Neuhau 2653 Hektar, womit Ingolstadt jetzt schon relativ gesehen grüner ist als jede andere bayerische Großstadt.

"Im Stadtrat hatten wir den zweiten Grünring ja mal definiert. Du musst den Plan aber auch mit Leben füllen", sagte Bürgermeister Albert Wittmann (CSU). Mit Forstamt und Gartenamt habe man schon gesprochen - "mit denen kann man was bewegen", sagte Wittmann. Ginge es nach seinem Stellvertreter Wittmann, sollte die Millionen-Marke schon früher als 2040/2045 erreicht werden, erklärte Lösel. Er sei da etwas vorsichtiger. Damit das Projekt aber sicher vorankommt, solle in der Mitte jeder Stadtratsperiode ein Bericht über den aktuellen Stand kommen.

Thorsten Stark
Kommentare
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!