Samstag, 18. August 2018
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Beschäftigte der Caritas und von Scherm im GVZ gehen für mehr Lohn auf die Straße

Doppelter Arbeitskampf

Ingolstadt
erstellt am 13.06.2018 um 21:18 Uhr
aktualisiert am 17.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der gestrige Tag brachte einen doppelten Arbeitskampf in Ingolstadt, der teils ungewöhnlich ausfiel.
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Fotos: Hauser
Ingolstadt
Denn weil ihnen das Kirchenrecht verbietet zu streiken, sind die Mitarbeiter der Caritas-Wohnheime und der Werkstätten an der Hugo-Wolf-Straße zu einer sogenannten aktiven Mittagspause zusammengekommen. Sie fordern mit den anderen Beschäftigten zusammen sechs Prozent mehr Lohn. Die Tarifverhandlungsgruppe soll bis zur nächsten Sitzung der Bundeskommission eine beschlussfähige Lösung vorbereiten: Diese trifft sich am heutigen Donnerstag in Fulda.
Die Caritas-Mitarbeiter unternahmen gestern wegen ihres Streikverbots eine ?aktive Mittagspause? (o.),im GVZ folgten am Nachmittag rund 80 Scherm-Mitarbeiter und solidarische Kollegen aus anderen Betrieben dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik.
Die Caritas-Mitarbeiter unternahmen gestern wegen ihres Streikverbots eine "aktive Mittagspause" (o.),im GVZ folgten am Nachmittag rund 80 Scherm-Mitarbeiter und solidarische Kollegen aus anderen Betrieben dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik.
Fotos: Hauser
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Im Güterverkehrszentrum bei Audi legten am Nachmittag rund 80 Mitarbeiter von Scherm in drei Hallen die Arbeit nieder und beteiligten sich an einem Warnstreik. Die IG Metall fordert für sie die Übernahme der Tarifverträge der bayerischen Kontraktlogistik. Diese enthalten deutliche Verbesserungen beim Entgelt, Urlaub und Urlaubsgeld oder zum Beispiel eine Jahressonderzahlung. Trotz mehrerer Verhandlungsrunden, zeichnet sich nach wie vor keine Lösung des Tarifkonfliktes ab. "Die Beschäftigten machen jetzt Druck und setzten ein massives Zeichen - für gute Arbeitsbedingungen und anständige Entgelte bei Scherm", sagte Christian Daiker von der IG Metall, der auch den Audi-Konzern in der Pflicht sieht. Er müsse seinen Zulieferer unterstützen.
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