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Das digitale Gründerzentrum will expandieren - Entscheidung fällt bald in München

brigk-Ableger in Manching?

Ingolstadt/Manching
erstellt am 24.09.2018 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 28.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) In der Region könnte bald ein Ableger des digitalen Gründerzentrums brigk entstehen - und zwar in Manching. Wie der DK jetzt erfuhr, hat sich das Gründerzentrum auf eine entsprechende Ausschreibung der bayerischen Staatsregierung beworben. Der Freistaat wollte eigentlich in jedem Regierungsbezirk sieben neue digitale Gründerzentren außerhalb der Ballungsräume aufbauen, ließ in seiner Ausschreibung aber auch Spielraum für das Andocken an bestehende digitale Gründerzentren - so, wie es das brigk machen will. brigk AIR würde dieser Ableger dann heißen.
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Innovation aus der Region: In Genf stellte Italdesign dieses Jahr Pop.Up.Next vor, ein Fahrzeugkonzept für den Boden- und Luft-Einsatz, das in Zusammenarbeit mit Audi und Airbus entwickelt wurde. Ähnliche Konzepte erhofft sich das digitale Gründerzentrum von einem Ableger in Manching.
Innovation aus der Region: In Genf stellte Italdesign dieses Jahr Pop.Up.Next vor, ein Fahrzeugkonzept für den Boden- und Luft-Einsatz, das in Zusammenarbeit mit Audi und Airbus entwickelt wurde. Ähnliche Konzepte erhofft sich das digitale Gründerzentrum von einem Ableger in Manching.
dpa
Ingolstadt/Manching
Ende August lief die Bewerbungsfrist aus, am kommenden Dienstag soll der Ministerrat nach Informationen des DK entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Mitbewerber Ingolstadts in Oberbayern ist offenbar Mühldorf am Inn.

Auf die Pläne angesprochen, bestätigte gestern Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH ist, die Bewerbung. Ziel sei, das digitale autonome Fliegen voranzubringen, erklärte Lösel. Und für diese Spezialprofilierung sei natürlich der Standort Manching wegen der Nähe zu Airbus und der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) am geeignetsten. Airbus und die WTD könnten auch eigene Kapazitäten für Testzwecke des neuen Gründerzentrums - so es denn gekürt wird - zur Verfügung stellen. Irgendwo in Nähe des Geländes dürfte der Ableger des digitalen Gründerzentrums dann auch angesiedelt werden. "Es geht aber nicht um irgendein Gebäude", sagte Lösel. "Es geht um digitales autonomes Fliegen."

Der Ingolstädter Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl verwies auf Anfrage unserer Zeitung auf die von der EU-Kommission unterstützte Urban-Air-Mobility-Initiative, die sich für die Entwicklung von innovativen Mobilitätskonzepten für den Luftraum in der Region Ingolstadt einsetzt. Ein Handlungsstrang der Initiative sehe ja vor, die WTD für Start-up-Unternehmen leichter zugänglich zu machen. Und das verfolge man nun mit der Bewerbung. Lösel, Brandl, brigk-Geschäftsführer Franz Glatz und THI-Präsident Walter Schober hatten dafür mit Unterstützung von Airbus und der WTD ein Kurzkonzept erstellt, das erst bei der Zulassung in einer zweiten Runde konkretisiert werden müsste. Dann wird auch klar, "Ich bin ganz zuversichtlich, dass es klappt", sagte Brandl. "Die Rückmeldung aus der Staatsregierung war: sehr interessant."
 

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Kaum hat man das eine Konzept halbwegs verdaut, kommt schon das nächste um die Ecke. Das Tempo, mit dem die Stadt und die Region gerade in Sachen Zukunfts- beziehungsweise Gegenwartstechnologien voranschreiten, ist atemberaubend - und man darf gespannt sein, wie dabei alle - Gremien und Bürger - mitgenommen werden können. Das digitale Gründerzentrum ist noch nicht einmal am eigentlichen Standort im Kavalier Dallwigk eingezogen, schon stellt die Gesellschaft einen Antrag für einen Ableger in Manching. Man kann nur hoffen, dass sich die Verantwortlichen damit nicht übernehmen.

Aber was ist die Alternative? Wenn jetzt die Gelegenheit in Form einer neuen Ausschreibung da ist, wäre es geradezu fahrlässig, nicht darauf zu reagieren. Ob die Zukunft der Mobilität in der Luft liegt, das ist gar nicht so entscheidend. Wichtiger ist, dass die Zukunft am Standort mitgeprägt wird.
 
Thorsten Stark
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