Freitag, 16. November 2018
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Fassade für Anbau an den Kavalier Dalwigk findet Anklang beim Gestaltungsbeirat

Blick auf das 40-Millionen-Projekt

Ingolstadt
erstellt am 17.10.2018 um 20:48 Uhr
aktualisiert am 21.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der Grundsatzentscheidung folgt die Detailplanung: Der städtische Gestaltungsbeirat hat sich gestern mit der Fassadengestaltung beim bereits beschlossenen Anbau ans Kavalier Dalwigk befasst. Für den Komplex, der das Digitale Gründerzentrum, Teile der Technischen Hochschule (THI) und eine Abteilung des Fraunhofer-Instituts aufnehmen soll, wird ein Betongerippe mit einem 90-Zentimeter-Raster favorisiert.
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Das künftige Baufeld für den Anbau ans Kavalier Dalwigk (links zwischen Ziegelbau und Glacis) vom Wasserturm aus gesehen. Gestern hat sich der Gestaltungsbeirat mit den Entwürfen für die Fassade des Neubaus beschäftigt, der ein Hochhaus mit sieben Obergeschossen vorsieht. Sanierung und Neubau kosten zusammen 40 Millionen Euro.
Das künftige Baufeld für den Anbau ans Kavalier Dalwigk (links zwischen Ziegelbau und Glacis) vom Wasserturm aus gesehen. Gestern hat sich der Gestaltungsbeirat mit den Entwürfen für die Fassade des Neubaus beschäftigt, der ein Hochhaus mit sieben Obergeschossen vorsieht. Sanierung und Neubau kosten zusammen 40 Millionen Euro.
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Bevor sich am kommenden Montag der Aufsichtsrat der kommunalen Baugesellschaft, der Stadtentwicklungs- und der Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Thema befassen (der Stadtrat soll dann nächsten Donnerstag entscheiden), hatten also erst einmal die beratenden Stadtplaner und Architekten das Wort. Sie haben gestern vier Varianten der Fassadengestaltung geprüft, der wegen des exponierten Bauplatzes neben dem historischen Festungsbau direkt an der Donau auch in der Bevölkerung viel Beachtung gezollt werden dürfte.

Fassade Dallwigk

 
 




Weil der Komplex durch ein achtgeschossiges Hochhauselement geprägt wird, kann nicht von einer dezenten Bebauung gesprochen werden. Die Planer haben also die nicht einfache Aufgabe, einen recht massiven Baukörper (es gibt auch noch einen zweigeschossigen Flachbau, der sich in nördliche Richtung erstreckt) gefällig zu gestalten und dabei einen optisch verträglichen Anschluss an den benachbarten alten Ziegelbau zu suchen.
 
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Das ist ihnen nach Auffassung des Gestaltungsbeirates aber sehr gut gelungen. Auch die Architekturexperten folgen dem Vorschlag der Stadtplanung, den Neubau (durchgehend) mit Betonfertigelementen in Rippenstruktur zu verkleiden. Das Raster sieht einen horizontalen Rippenabstand von 90 Zentimetern vor. Dadurch soll die Raumgestaltung vergleichsweise einfach gelingen, weil nicht auf größere Fenstermaße Rücksicht genommen werden muss.
 
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Beiratssprecher Prof. Hans Klumpp (Stuttgart) nannte die gefundene Gestaltung sehr gelungen. Die beiden Gebäude (Dalwigk und Anbau) seien eigenständig genug, stünden aber architektonisch ausreichend in Kontakt. Auf der Rückseite, also zur THI hin, sei durch die geplante Platzbildung eine "unglaubliche öffentliche Bereicherung" dieses Areals zu erwarten. Klumpp: "Man ist auf einem tollen Weg."
 
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Oberbürgermeister Christian Lösel wies nach der Sitzung auf Besonderheiten des in den beiden obersten Geschossen des Hochhauses geplanten, zur Donau hing großzügig verglasten Cafés hin. Von hier aus und von der zugehörigen Terrasse werde sich in 23 Metern Höhe ein einmaliger Ausblick auf den Donaulauf bieten - und zwar in beide Richtungen. Die Höhe reiche auch aus, um über die Eisenbahnbrücke hinweg nach Südosten zu schauen.
Vier Entwürfe liegen den städtischen Gremien für die Fassadengestaltung des Neubaus beim Dalwigk vor. Die Verwaltung hat in ihrer Entscheidungsvorlage die Variante mit gefärbten Betonelementen in einem 90-Zentimeter-Raster (oben rechts) vorgeschlagen. Sie soll auch kostengünstig sein.
Vier Entwürfe liegen den städtischen Gremien für die Fassadengestaltung des Neubaus beim Dalwigk vor. Die Verwaltung hat in ihrer Entscheidungsvorlage die Variante mit gefärbten Betonelementen in einem 90-Zentimeter-Raster (oben rechts) vorgeschlagen. Sie soll auch kostengünstig sein.
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Östlich des Neubaus soll nach der Fertigstellung die bisherige Lücke im Glacis durch Bepflanzungen geschlossen werden. Unmittelbar beim Gebäude ist ohnehin eine kleine Grünanlage geplant. Es werde künftig auch möglich sein, hier zwischen Hochhaus und Flachbau hindurch in Richtung Dalwigk zu gelangen. Die Dachfläche des flachen Traktes solle zudem so ausgelegt werden, dass sie voll begehbar und für Veranstaltungen zu nutzen ist.
Bernd Heimerl
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