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Die Geschichte der Reiserklinik

erstellt am 17.05.2018 um 21:09 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Der Chirurg und Urologe Dr.Bruno Reiser hat 1967 die nach ihm benannte Privatklinik mit seiner Ehefrau Dorothea in der Münchener Straße gegründet.
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Zunächst wurde ein Wohnhaus umgebaut, doch die Klinik lief so erfolgreich, dass sie 1972 erweitert wurde. In jenem Jahr wurde die Klinik Dr. Reiser staatlich anerkannt, verbunden mit der Aufnahme in den Krankenhausplan. Dadurch war das Haus den größeren kommunalen Krankenhäusern finanziell gleichgestellt und bekam fortan Fördermittel. 1974 folgte ein Neubau für die HNO-Abteilung. Nach dem Tod des Klinikgründers (1986) ging das Haus an die zweite Generation über. 1990 nahm Dr. Silvano Reiser seine Tätigkeit als Facharzt für Chirurgie auf. Es folgten Jahre der Generalsanierung und der Bau eines neuen Haupthauses, mit dem sich die Nutzfläche auf 5000 Quadratmeter verdoppelte. 2002 wurde der Neubau bezogen. Doch man hatte zu groß gebaut.

Im Januar 2008 ging die Reiserklinik eine Kooperation mit dem Ingolstädter Klinikum ein. Das Klinikum betrieb im ersten Stock eine Station mit 20 Betten für chirurgische Patienten. Die Privatklinik selbst verfügte zu dieser Zeit noch über 14 Belegbetten. Beide Einrichtungen arbeiteten mit eigenem Personal. Zum 1. September 2008 wurde an der Reiserklinik der lange geforderte Notarztstandort im Süden übergeben.

Ein Jahr später wurde bekannt, dass das Klinikum die Reiserklinik komplett übernehmen möchte. Der Deal ging im Februar 2010 über die Bühne. Zunächst waren hier Abteilungen und das Schlaflabor des Klinikums untergebracht, im November 2011 mietete sich das Neuburger Geriatriezentrum ein, das die Filiale aber im September 2013 wieder schloss.

Danach standen die Räume leer. Zwischen September 2015 und März 2016 lebten dort rund 200 Flüchtlinge im Rahmen des Notfallplans. Von Juni 2016 bis Februar 2018 lief danach die lange geplante Renovierung für das "Tagesklinische Zentrum Münchener Straße" mit vier Einrichtungen, die das Ingolstädter Klinikum in Kooperation mit dem Heckscher-Klinikum des Bezirks Oberbayern betreibt. Die Ausbaukosten betrugen rund 5,2 Millionen Euro. Feierliche Eröffnung des Zentrums soll im Herbst 2018 sein, wenn die geriatrische Tagesklinik den Betrieb aufnimmt.
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