Freitag, 17. August 2018
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Stadtjugendring bringt örtliche Landtagskandidaten aufs Podium und organisiert zudem eine U-18-Wahl

Das erste seiner Art

Ingolstadt
erstellt am 30.04.2018 um 20:40 Uhr
aktualisiert am 04.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die Diskussion um Söders Kruzix-Anordnung beweist auch dem Letzten: Wir stecken längst mitten im Landtagswahlkampf. Am 14. Oktober geht es an die Urne, gut eine Woche vorher findet in Ingolstadt erstmals eine U-18-Wahl statt. Der Stadtjugendring als Organisator holt am 16. Mai auch schon die örtlichen Landtagskandidaten als Erster auf die Bühne.
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Zum festen Bestandteil der jugendpolitischen Arbeit des Stadtjugendrings um Geschäftsführer Stefan Moser (links) gehören Befragungsrunden von Kandidaten. Nicht nur (wie hier vor der Kommunalwahl 2014) gibt es Testwahlen des Publikums. Erstmals findet in Ingolstadt vor der Landtagswahl im Oktober eine U-18-Wahl statt.
Zum festen Bestandteil der jugendpolitischen Arbeit des Stadtjugendrings um Geschäftsführer Stefan Moser (links) gehören Befragungsrunden von Kandidaten. Nicht nur (wie hier vor der Kommunalwahl 2014) gibt es Testwahlen des Publikums. Erstmals findet in Ingolstadt vor der Landtagswahl im Oktober eine U-18-Wahl statt.
Foto: Hauser/Archiv
Ingolstadt
Neun Direktkandidatinnen- und -kandidaten aus Ingolstadt haben für Mittwoch, 16. Mai, zugesagt und stellen sich ab 20 Uhr im Jugendzentrum Fronte 79 den Fragen der Moderatoren und des Publikums. Neben Favorit Alfred Grob (CSU) werden Christoph Spaeth (SPD), Eva Bulling-Schröter (Linke), Steffi Kürten (Grüne), Petra Flauger (Freie Wähler), Jakob Schäuble (FDP), Raimund Köstler (ÖDP), Bernd Sandner (Die Partei) und Johannes von Sande (AfD) mit den jugendpolitischen Forderungen konfrontiert. Die Themen für die Jugend sind so vielfältig wie das Leben selbst. "Wie würden Sie als Landtagsabgeordneter für die Jugend einsetzen?" Das ist die zentrale Frage des Abends, die sich im Detail zum Beispiel um das Handyverbot an Schulen, kostenfreie Bildung ab der Kita, die Senkung des Wahlalters und andere Punkte drehen könnte. Außerdem sollen aus dem Publikum möglichst viele Fragen kommen.

Das "Kandidatenhearing", wie es genannt wird, ist nur ein Baustein des Jugendrings in der politischen Arbeit und der politischen Bildung der Jugendlichen. Als zweiten Baustein wird der Stadtjugendring heuer erstmals als Organisator die bayernweite U-18-Wahl auch in Ingolstadt austragen. Sie findet neun Tage vor der Landtagswahl dann am 5. Oktober (ein Schultag) statt und gibt ein Bild über die Stimmung unter der Jugend. "Alle Minderjährigen dürfen wählen", sagt die Projektbeauftragte Laura Holzhacker vom Stadtjugendring. Egal welche Schuhgröße, Haarfarbe oder Nationalität. Wer selbst ein Kreuzchen machen kann, darf teilnehmen und den Partein seine Zweitstimme verleihen. In den vergangen Wochen hat der Jugendring verschiedene Partner für Wahllokale in Ingolstadt gesucht und gefunden. Zusagen sind bisher von fünf Bildungseinrichtungen eingetrudelt: Wirtschaftsschule, Mittelschule an der Pestalozzistraße, Apian-Gymnasium und Ickstatt- sowie Fronhofer-Realschule. Zudem wird der Jugendring selbst Urnen in der Fronte und in der Halle 9 am Hauptbahnhof aufbauen. Ein weiteres Wahllokal übernimmt die evangelische Jugend in einem ihrer Treffs. Weitere Interessierte können sich noch beim SJR melden.

Betrieben werden die Wahllokale von freiwilligen Helfern, eben den Jugendlichen, die sich nicht nur hier engagieren, sondern auch für die Politik und deren Entscheidungen und Auswirkungen interessieren sollen.

Um 18 Uhr ist wie bei der echten Wahl die Schließung der Lokale und Bekanntgabe des Ergebnisses aus dem Stadtgebiet bei einer Wahlparty.
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