Sonntag, 18. November 2018
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Köschinger Marktrat gibt grünes Licht für Umbau an der Ingolstädter Straße - Kosten: 580000 Euro

Damit Radler sicherer vorankommen

Kösching
erstellt am 14.09.2018 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kösching (DK) Das Ziel ist klar: Die stark befahrene Ingolstädter Straße in Kösching soll für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden. Dazu ist unter anderem geplant, einen kombinierten Geh- und Radweg anzulegen. Diesem rund 580000 Euro teuren Umbau, der im nächsten Frühjahr starten soll, hat der Köschinger Marktrat am Donnerstagabend zugestimmt.
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Schmale Gehwege auf beiden Seiten der Ingolstädter Straße in Kösching: Das soll im Frühjahr anders werden. Der Marktrat hat sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, die Wege zu verbreitern und auch genügend Platz für Radler zu schaffen.
Schmale Gehwege auf beiden Seiten der Ingolstädter Straße in Kösching: Das soll im Frühjahr anders werden. Der Marktrat hat sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, die Wege zu verbreitern und auch genügend Platz für Radler zu schaffen.
Frühmorgen
Kösching
Mit der groß angelegten Maßnahme zwischen der Kreuzung am Feuerwehrhaus und dem Einkaufszentrum im Westen des Marktes sollen die teilweise sehr schmalen Gehwege verschwinden. "An manchen Stellen sind momentan die Gehwege unter 1,50 Meter breit", wie Manfred Pöll vom Ingenieurbüro Goldbrunner in der jüngsten Sitzung informierte. Und Radler müssen bislang in beide Richtungen (also ortsauswärts und ortseinwärts) größtenteils auf der Ingolstädter Straße fahren. Durch die anvisierte Verbreiterung der Gehwege auf bis zu 2,50 Meter werde natürlich die Gemeindestraße schmäler - und zwar um rund einen Meter auf dann sechs Meter.

Der neue Entwurf der Goldbrunner Ingenieure GmbH, der am Donnerstag mit 15 zu 2 Stimmen durchgewunken wurde, sieht beiderseits der Ingolstädter Straße einen 2,20 Meter breiten Gehweg vor. Die Umgestaltung betrifft den Bereich zwischen der sogenannten Feuerwehrkreuzung und der Einmündung Marienstraße. "Diese klare Trennung vom Autoverkehr entspricht dem Schutzbedürfnis von Fußgängern und unsicheren Radfahrern", führte Ingenieur Manfred Pöll aus. Denn die Radler könnten bei entsprechender Beschilderung den Gehweg mitbenutzen. "Und dem schnelleren und sicheren Radler bleibt es in diesem Fall überlassen, auf der Straße zu fahren."

Geplant ist jetzt außerdem, auf der nördlichen Fahrbahnseite der Ingolstädter Straße - ab der Einmündung Marienstraße bis zur Hepberger Straße - einen gemeinsamen Rad- und Gehweg anzulegen. Pöll: "Ebenso kann dies auf der Südseite ab der Einmündung Wolfsdrossel in Richtung Westen geschehen."

Der (abgelehnte) alte Entwurf für den Umbau der Ingolstädter Straße sah keinen Geh- und keinen Radweg, sondern einen rund zwei Meter breiten Fahrradschutzstreifen auf der Ingolstädter Straße bis zur Einmündung Marienstraße vor. "Dieser Streifen wurde aber von der Polizei kritisch gesehen ", betonte der Vertreter des Ingenieurbüros und begründete dies auch gleich. So sei dadurch die Straße an den ungünstigsten Stellen zu schmal (rund vier Meter). Weiter meinte der Fachmann: "Außerdem würde der Schutzstreifen eine starke optische Einengung der Fahrbahn bedingen und damit einhergehend ein permanentes Überfahren durch die Autofahrer erzwingen." Das sah auch Bürgermeisterin Andrea Ernhofer (SPD) so.

Die neue Planung, die nun noch detailliert ausgearbeitet werden muss, sieht auch eine Verkehrsinsel auf Höhe der Marienstraße vor. Noch unklar ist laut Manfred Pöll, ob der Fahrbahnrand komplett mit einem Hochbord versehen wird oder ob an manchen Stellen ein überfahrbarer Bordstein gesetzt wird.

Ein kurzes Wortgefecht zu diesem Thema lieferten sich in der Sitzung Stephan Nunner (CSU) und SPD-Fraktionssprecher Dieter Betz. Nunner wies darauf hin, dass die Ingolstädter Straße nach dem geplanten Umbau zu eng bei zwei entgegenkommenden Traktoren werde. "Da stoße ich mit dem Reifen an den Randstein!" Dieter Betz ermahnte den Landwirt, Umgehungsstraßen zu nutzen. Weiterer Bericht aus der Sitzung folgt.
Karlheinz Heimisch