Donnerstag, 17. Januar 2019
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Gasleck geschlossen - Anwohner können in ihre Häuser zurück

Haus im Westviertel explodiert - Mehrere Feuerwehrleute verletzt

Ingolstadt
erstellt am 04.12.2018 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Im Westen von Ingolstadt ist am Dienstagmittag ein Wohnhaus explodiert. Wie die Polizei mitteilt, sind dabei mehrere Feuerwehrleute verletzt worden. Wie genau es zu der Explosion kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehr als eine Million Euro.
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Um 11.52 Uhr wurde zunächst die Leitstelle informiert, dass in einem Haus am Winklermühlweg eine Gasleitung abgerissen sei. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde bei Baggerarbeiten an dem Anwesen eine Leitung beschädigt. In der Folge trat Gas im Keller des Gebäudes aus, teilte die Polizei am Abend mit.  
Fotostrecke: Hausexplosion in Ingolstadt
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Die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte und Haunstadt eilten an den Winklermühlweg, die Gegend südlich des Westfriedhofs wurde weiträumig abgesperrt.
 

Fünf verletzte Feuerwehrmänner nach Explosion im Westviertel

Leser unserer App finden das Video hier

Kurz nach 12.15 Uhr gab es dann einen heftigen Knall. "Wir standen gerade einige Meter weiter hinten in sicherer Entfernung zum Einsatzort. Plötzlich hörten und spürten wir im Hintergrund die Detonation", berichtet der Einsatzleiter Rettungsdienstes. Da zunächst unklar war, wie viele Personen genau verletzt worden waren, seien sofort weitere Einsatzkräfte nachgefordert worden.

 

Explodiertes Wohnhaus im Westen Ingolstadts

 
Weitere Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und die Schnelleinsatzgruppe wurden alarmiert. Trotz der Uhrzeit – meist sind gegen 12.30 Uhr alle Ehrenamtlichen in der Arbeit oder Mittagspause – waren die Helfer schnell in der Wache, um die Fahrzeuge zu besetzen. Auch ein Notarzt und ein organisatorischer Leiter waren vor Ort. 

Bei der Explosion wurden nach Polizeiangaben fünf Feuerwehrleute verletzt - einer davon schwer, er erlitt Verbrennungen. Wie es zu der Explosion kommen konnte, ist derzeit noch nicht klar. Ob außer dem Wohnhaus noch ein angrenzendes Gebäude beschädigt wurde, stand noch nicht fest. 
 
Ingolstadts OB Christian Lösel verließ kurz vor 13.15 Uhr die Haushaltsdebatte im neuen Rathaus (ausführlicher Liveblog dazu). Er hat die Sitzungsleitung an Bürgermeister Albert Wittmann übergeben.
 

13.50 Uhr

 
Alle Zufahrtswege sind abgesperrt. Der Verkehr wird über die Westliche Ringstraße geregelt. Unsere Reporterin berichtet von "nicht mehr Stau als sonst". Die Anwohner werden aufgefordert, ihre Fenster zu schließen. Ein Hubschrauber ist im Anflug. 
 

14.15 Uhr

Explosion eines Wohnhauses im Westen von Ingolstadt
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Fünf Feuerwehrleute wurden bei der Explosion verletzt - einer von ihnen schwer, er erlitt Verbrennungen.
Heinz Reiß
Ingolstadt
Das Haus wird von einer Familie bewohnt. Zum Zeitpunkt der Explosion stand das Gebäude leer, der Besitzer wurde informiert und ist inzwischen vor Ort. Das Haus ist nach Angaben der Polizei stark einsturzgefährdet, alle Fenster sind komplett aus der Verankerung gerissen, das Flachdach klafft nach außen, die Außenmauer ist von dicken Rissen durchzogen. Von außen kann man ins verwüstete Wohnzimmer blicken. 
 
Die Menschen in den umliegenden Häuser werden evakuiert. Die dort lebenden Personen sind bei Nachbarn untergekommen, können nach Angaben des Einsatzleiters gegenüber unserer Zeitung aber wohl - so der jetzige Stand - noch heute in ihre Häuser zurückkehren. Alle Anwohner werden gebeten, die Fenster geschlossen zu halten - nach wie vor nämlich tritt Gas aus, was deutlich wahrnehmbar ist. 
 

14.55 Uhr

Insgesamt sind 60 Einsatzkräfte vor Ort, 30 Polizisten und 30 Feuerwehrleute. Eine Drohne fliegt über das Gebiet, um die Lage von oben zu beobachten. Von außen beginnen nun die Löscharbeiten mit Schaum. Laut Einsatzleitung werden diese bald abgeschlossen sein. 


 

16.15 Uhr

Die Anwohner sind wieder zurück in ihren Häuern, denn das Gasleck wurde mittlerweile geschlossen. Es besteht keinerlei Gefahr mehr. Der Brand wurde von der Feuerwehr mit Schaum komplett gelöscht. Nun untersuchen Statiker vom THW das nach wie vor stark einsturzgefährdete Gebäude.
 

16.57 Uhr

Zur Absicherung der Feuerwehrarbeiten blieb ein Rettungswagen vor Ort, gegen 15.30 Uhr konnten dieser und der Einsatzleiter des Rettungsdienstes den Schadensort verlassen. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei können das Gebäude allerdings momentan nicht betreten. An dem Wohnhaus müssen zunächst umfangreiche Absicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

 

Uwe Ziegler
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