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Drei der 134 Hunde aus Königsmoos sind in Ingolstadt untergebracht, eine Hündin wohl trächtig - Besucher-Sperre aufgehoben

Bald süße Labrador-Welpen im Tierheim?

Ingolstadt
erstellt am 03.12.2018 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Drei der 134 Hunde, die Polizei und Veterinäre in zum Teil verheerenden Zustand auf dem Hof eines Züchters in Königsmoos beschlagnahmt haben, sind im Ingolstädter Tierheim untergebracht. Einer von ihnen, Labrador-Hündin "Heddy", ist höchstwahrscheinlich trächtig. Ob es im Ingolstädter Tierheim demnächst süße Welpen geben wird, entscheidet sich bei einer noch anstehenden Blutuntersuchung.
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Hund Tierheim
Die Hunde aus Königsmoos sind noch in Quarantäne. „Heddy“ ist vermutlich trächtig.
Hammer
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Momentan fristen "Hedwig Hasenfuß", genannt "Heddy", Mischlingshund "Fritz Föhn", genannt "Fritzi", und die Schäferhund-Mischlingshündin "Elisabeth die Erste", genannt "Sissi", ihr Dasein in der Quarantäne-Station. Weil sie Milben haben und, weil eine Blutuntersuchung, die nötig ist, um zu wissen, ob die Hunde gesund sind, noch aussteht, wie Tierheimleiterin Katja Payer sagt. Erst danach ist auch gewiss, ob es bei "Heddy" Nachwuchs gibt. Mitarbeiter des Tierheims haben den Hunden die Namen gegeben.  Die drei gehören zu den 134 Tieren, die, wie mehrfach berichtet, infolge eines vorgetäuschten Ankaufs der Tierschutzvereinigung "Tierpfoten investigativ" von den Behörden nach und nach in Königsmoos abgeholt und an 21 bayerische Tierheime verteilt worden waren. 

"Anfangs waren sie scheu und aggressiv", erzählt Karl Ettinger, der Vorsitzende des Tierschutzvereins. Doch die Tiere hätten sich "erstaunlich schnell eingelebt" und entwickelten sich gut. Dass die Hunde, insbesondere "Heddy", beim Besuch der DK-Mitarbeiter so traurig dreinschauen, mag auch daran liegen, dass ihnen in der Quarantänestation der Auslauf fehlt. Die Kosten für die Unterbringung soll das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen übernehmen - zumindest sei dies so zugesagt. Allein die Personalkosten lägen pro Hund bei täglich etwa 20 Euro.
 

Tierheimtag in Ingolstadt

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Hunde wieder ein schönes Zuhause finden. Beim Tierheimtag am Sonntag waren sie quarantänebedingt abgeschirmt. Laut Ettinger war bei der Veranstaltung trotz schlechtem Wetter "überraschend viel los". Die 35 Liter Glühwein, die die Mitarbeiter für die Besucher bereitgestellt hatten, gingen schnell weg. Es seien fast doppelt so viele Menschen gekommen wie vergangenes Jahr, so Ettinger. Derzeit beherbergt das Tierheim etwa 20 Hunde, 40 Katzen und 60 Kleintiere.

Den Tierheimtag, den auch der städtische Gesundheitsreferent und Tierarzt Rupert Ebner und die Vorsitzende des Bezirksforums Tierschutz der FDP, Bezirksrätin Gabi Berg, nicht versäumten, wertet Ettinger als vollen Erfolg. Mit dieser Publikumsveranstaltung wurde die im Oktober verhängte, vorübergehende Schließung der Einrichtung für Besucher aufgrund Personalmangels und einer damals grassierenden Krankheit im Katzenhaus aufgehoben. Wie Ettinger betont, seien aber auch in dieser Zeit Tiere vermittelt worden und der Tierheimbetrieb weitergegangen.

Die neue Fassade stellte Beatrix ChaBé Müller beim Tierheimtag vor. Sie lehnt sich an die Fassadengestaltung der Christoph-Kolumbus-Grundschule an, René Chacón‘s letzter Entwurf vor seinem Tod. Vorarbeiten zur Tierheim-Fassade hatten Audianer am Freiwilligentag geleistet.
Müller
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Obwohl sich die Finanzsituation mit dem neuen Fundtiervertrag mit der Stadt, der dem Verein jährlich 108000 Euro beschere, deutlich entspannt habe, gebe es eine jährliche Finanzlücke von 80000 Euro, die über Spenden finanziert werden müsse.

Spendenkonto: Sparkasse Ingolstadt, IBAN: DE05721500000000001313, BIC: BYLADEM1ING.
 
Ruth Stückle
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