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Das Glücksentenrennen war wieder eine der großen Attraktionen beim Fest der Kulturen

Schnabel an Schnabel auf der Donau

Ingolstadt
erstellt am 22.07.2018 um 18:29 Uhr
aktualisiert am 26.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Essen, Tanzen oder Entenrennen: Das Fest der Kulturen ließ keine Wünsche offen. Einziger Wermutstropfen war der Regen bis Samstagnachmittag. Doch am Abend wurde wieder kräftig gefeiert.
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Fotos: Hammer
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Ein Abendessen für zwei Personen mit dem OB? Das möchte so mancher nicht mal geschenkt haben. Diese Erfahrung musste Konrad Kölztsch machen. Der Präsident des Lions-Clubs Auf der Schanz hatte eine Anregung eines befreundeten Clubs aufgegriffen und anlässlich des 5. Entenrennens beim Fest der Kulturen besagtes Abendessen als besonderen Gewinn ausgelobt.

"Aber der Preis hat durchaus polarisiert", erzählte Költzsch am Samstag. Denn es wurden solche und solche Stimmen laut: Manche fänden es richtig spannend, bei Speis' und Trank gepflegt mit dem OB zu plaudern, andere hätten darauf überhaupt keine Lust. "Aber wer nicht mag, kann den Preis ja weitergeben", so Költzsch. Christian Lösel hat der Idee übrigens sofort zugestimmt - und bezahlt sein Essen natürlich selber.
 
Fotos: Hammer
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Das Abendessen war aber nur einer von über 500 Geld- und Sachpreisen, darunter neben VIP-Karten für den FC04 oder einer Reise nach Berlin auch ein Geldpreis von 500 Euro, den die Lions Auf der Schanz selber gestiftet haben. Gewinnen konnte nur, wer sich eine der 3500 kleinen gelben Glücksenten oder eine der großen Sponsorenenten erworben hatte. Fast 160 wurden verkauft, und im Gegensatz zu den kleinen konnten die großen individuell gestaltet werden. Da gab es grüne, blaue und bunte, mit Hut, Zylinder oder Piratentuch oder - wie im Falle der DK-Ente - eine mit einem Zeitungsträger im Schlepptau.

Am Samstag um 17 Uhr war es dann so weit. THW und Wasserwacht hatten zuvor eine Öl- zu einer Entensperre umfunktioniert und die Rennstrecke von der Adenauerbrücke zur Donaubühne markiert. Für alle Fälle waren sie mit ihren Booten auf dem Fluss im Einsatz. Die Lions Auf der Schanz, deren 47 Mitglieder praktisch alle im Einsatz waren, hatten sogar noch Enten-Piraten mit Flagge auf den Booten postiert. "Wir wollen natürlich jede Form von Plastikmüll vermeiden", betonte Költzsch. Sollte doch mal eine Ente entweichen, würde sie wieder eingefangen.
Ob quietschgelb,  pink oder im flotten Leokostüm: Die Entenrennen auf der Donau sind jedes Jahr ein Spaß für Groß und Klein. Auch kulturell war einiges geboten: Dutzende Vereine und Gruppen nutzen es als Plattform, um sich darzustellen und ins Gespräch zu kommen. Auch vor der Bühne, wo etliche Tanz- und Folkloregruppen auftraten, war genügend Raum für ein flottes Tänzchen.
Ob quietschgelb, pink oder im flotten Leokostüm: Die Entenrennen auf der Donau sind jedes Jahr ein Spaß für Groß und Klein. Auch kulturell war einiges geboten: Dutzende Vereine und Gruppen nutzen es als Plattform, um sich darzustellen und ins Gespräch zu kommen. Auch vor der Bühne, wo etliche Tanz- und Folkloregruppen auftraten, war genügend Raum für ein flottes Tänzchen.
Fotos: Hammer
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Als Erstes gingen die Sponsorenenten ins Rennen. Allzu schnell waren sie heuer nicht, da die Donau derzeit wenig Wasser führt und die Strömung daher nicht besonders groß ist. Den 1. Platz belegte die Firma Scherm, gefolgt von der süßen Hörmandinger-Ente und dem Baugerätehandel Buchberger. Auf dem letzten Platz landete übrigens die Veranstaltungs-GmbH der Stadt. Wenig später erreichten dann schon die Glücksenten ihr Ziel, wobei das Feld, von wenigen Ausreißern abgesehen, praktisch Schnabel an Schnabel blieb. Der Erlös geht an den Verein "Wünsch Dir was", der schwerstkranken Kindern ihre Herzenswünsche erfüllt.

Das Entenrennen war wieder einmal eine der großen Attraktionen beim Fest der Kulturen. Am Freitag war der Besucherandrang bei bestem Wetter wieder riesig, und auch am Samstag kamen viele Besucher, nachdem der Dauerregen aufgehört hatte. Dann fanden endlich auch die zahlreichen Tanz- und Kulturvereine ihr verdientes Publikum, die sich den ganzen Tag über auf der Bühne präsentierten. Dicht umlagert waren während der beiden Tage die vielen Schmankerlstände.
 
Fotos: Hammer
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Der Bericht über das Römerschiff an der Donaubühne steht auf der folgenden Seite.

Mehr dazu finden Sie auf
www.donaukurier.de
Bernhard Pehl
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