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"Eine gute Sache"

Ingolstadt
erstellt am 10.09.2018 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (sep) In Zeiten des Diesel-Skandals freut man sich bei Audi über jede Woche, in der keine neuen Hiobsbotschaften auftauchen.
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Noch größer ist die Freude, wenn man für die zuletzt so gescholtene Diesel-Technik prominente Unterstützung bekommt - so wie gestern in Form des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Er holte in Ingolstadt sein neues Dienstfahrzeug ab: Einen A8 L 50 TDI quattro - das L in der kryptischen Bezeichnung steht für Langversion, hinter der Zahl 50 verbirgt sich der Sechszylinder-Diesel mit 286 PS.

Chefsache: Audi-Interimsboss Bram Schot (links) übergab Ministerpräsident Markus Söder (rechts) gestern in Ingolstadt die Schlüssel zu seinem neuen Dienstwagen.
Chefsache: Audi-Interimsboss Bram Schot (links) übergab Ministerpräsident Markus Söder (rechts) gestern in Ingolstadt die Schlüssel zu seinem neuen Dienstwagen.
Oppenheimer
Ingolstadt
Den Schlüssel übergab Audi-Interimschef Bram Schot persönlich an Söder - der Niederländer führt die Geschäfte des Ingolstädter Autobauers, seit der inzwischen beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler Mitte Juni im Zuge der Abgas-Affäre verhaftet wurde. Auch Produktionsvorstand Peter Kössler, Personalchef Wendelin Göbel, der Ingolstädter Werkleiter Albert Mayer sowie Betriebsratschef Peter Mosch begleiteten Söder auf seinem kurzen Besuch.

"Es ist uns eine große Freude, denn wir wissen, er hat unglaublich viel zu tun im Moment", sagte Schot. Söder interessierte sich sogleich für die Fahrzeug-Details: Was das Besondere bei dem Auto sei, wollte er wissen und fragte scherzhaft, ob etwa - wie im James-Bond-Gefährt ein Schleudersitz verbaut sei. Das wäre doch etwas, wenn er mal einen Journalisten mitnehme. Bei den aktuellen Umfragewerten vor der Landtagswahl wäre Söder so etwas vielleicht tatsächlich manchmal ganz recht.
Gut besuchte Übergabe: Audi-Personalvorstand Wendelin Göbel (von links), Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch, Werkleiter Albert Mayer sowie Produktionsvorstand Peter Kössler eskortierten Bram Schot als Ministerpräsident Markus Söder die technisches Details seines neuen Audi A8 erklärt bekam.
Gut besuchte Übergabe: Audi-Personalvorstand Wendelin Göbel (von links), Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch, Werkleiter Albert Mayer sowie Produktionsvorstand Peter Kössler eskortierten Bram Schot als Ministerpräsident Markus Söder die technisches Details seines neuen Audi A8 erklärt bekam.
Oppenheimer
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Er wolle sich mit dem Fahrzeug zur Diesel-Technik bekennen, schließlich sei in dem Audi ein Dieselmotor der neuesten Generation verbaut und daher eine "gute Sache", erklärte Söder. Der Diesel habe seiner Meinung nach Zukunft. Das Hauptthema sei die Reduktion des CO2-Ausstoßes, "und da ist der Diesel bisher die einzige gute Antwort, die wir darauf haben. "

Früher habe er im Auto gerne Musik gehört, so Söder - doch mittlerweile sei es wundervoll, einmal gar nichts zu hören. Sprach's und fuhr mit den Audi-Vorständen im neuen Auto aufs Werksgelände, wo er das neue Design-Zentrum besichtigte.
 
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