Donnerstag, 20. September 2018
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Tag der offenen Tür an der Volkshochschule: Bildungseinrichtung stellt ihr neues Programm vor

Die bunte Welt des Wissens

Ingolstadt
erstellt am 09.09.2018 um 18:58 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Rund 900 Kurse, darunter einige Neuheiten - die Volkshochschule (VHS) Ingolstadt startet mit einem vielfältigen und im übertragenen Sinne "farbenfrohen" Angebot in das Herbst- und Wintersemester. Präsentiert sich das aktuelle Programm doch unter dem Motto "Jetzt wird's bunt".
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Beispiele aus dem VHS-Programm: Wie Tiefenentspannung mit Klangschalen auf den Körper wirkt, das demonstriert Kursleiterin Anita Käßer Besucherin Nicole Streblow (oben). Farbenfrohe Bilder in Marmoroptik entstehen im Kurs von Eda Yilmaztürk und Emel Dikilitas (unten, links). Kerstin Krauß berät Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in den Beruf (unten, rechts).
Beispiele aus dem VHS-Programm: Wie Tiefenentspannung mit Klangschalen auf den Körper wirkt, das demonstriert Kursleiterin Anita Käßer Besucherin Nicole Streblow (oben). Farbenfrohe Bilder in Marmoroptik entstehen im Kurs von Eda Yilmaztürk und Emel Dikilitas (unten, links). Kerstin Krauß berät Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in den Beruf (unten, rechts).
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Hintergrund für den lebhaften Titel ist das Studium Generale an der Bildungseinrichtung. Es beschäftigt sich diesmal mit der sogenannten Generation der 68er, wie Leiterin Petra Neumann am Samstag beim Tag der offenen Tür erklärt. Was sonst noch im Trend liegt bei der wissensdurstigen Bevölkerung? "Im Kommen sind neue Kochideen, darunter Kochen im Glas und vegane Küche. Aber auch alles, was mit Yoga und Entspannung zu tun hat", sagt Neumann. Speziell für Schichtarbeiter biete die VHS jetzt zudem einen Englisch-Sprachkurs für Anfänger an.
 
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Wer wollte, konnte sich am Samstag von dem einen oder anderen Kursangebot schon einmal einen ersten praktischen Eindruck verschaffen. Viele Dozenten stellten die Inhalte ihrer Kurse unverbindlich vor. In die Welt der alten orientalischen Ebru-Kunst entführten Emel Dikilitas und Eda Yilmaztürk die Besucher. Sie vermitteln in einem Anfängerkurs, wie man auf der Oberfläche einer speziell zusammengesetzten Flüssigkeit mit Pigmentfarben Motive und Muster gestaltet und diese dann quasi im Handumdrehen auf Papier überträgt. So entsteht ein dekorativer und farbenreicher Wandschmuck mit Marmoreffekt. "Wir haben eine große Nachfrage", sagt Dikilitas. Das Hobby sei sowohl für Erwachsene als auch Kinder geeignet. Dabei gehe es nicht nur um die Handwerkskunst an sich. "Ebru ist wie Meditation", erklärt Yilmaztürk. "Es hilft, abzuschalten. Körper und Geist vermischen sich mit den Farben." Warum die Kunst derzeit so beliebt sei? "Leute, die gerne malen, suchen etwas Neues. Acrylfarben kennen viele ja schon", sagen die beiden türkischen Frauen.
 
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Wertschätzende Kommunikation ist das Thema von Jörg Eisenlohr. Der Sozialökonom und Managementtrainer vermittelt seinen Kursteilnehmern, wie man im Gespräch auf die Bedürfnisse seines Gegenübers eingeht und dabei zugleich die eigenen nicht aus den Augen verliert, wie er sagt. "Es geht darum, Beziehungen auf Augenhöhe zu führen, so dass eine gewinnbringende Situation für beide Gesprächspartner entsteht." Anwendbar sei das Prinzip beispielsweise auf die Beziehungen zwischen Partnern oder Chef und Mitarbeiter. Eisenlohr hilft seinen Teilnehmern in einem Persönlichkeitstraining auch, ungelebte oder verloren gegangene Träume in sich zu entdecken und so zu neuen Impulsen im Leben zu finden. "Das kann zum Beispiel der Manager sein, der beginnt in seiner Freizeit Theater zu spielen", sagt er.

Kerstin Krauß hat das Familienmanagement zum Thema ihres Kurses gemacht. Sie wendet sich damit vorwiegend an Frauen, die nach der Erziehungszeit wieder in den Beruf einsteigen möchten, aber nicht wissen, wie sie den Schritt organisieren sollen. Dabei spiele Zeitmanagement eine wichtige Rolle, so Krauß. "Ich helfe, auszusortieren, was wichtig und was überflüssig ist", sagt sie und nennt als Beispiele die Zeit, die man im Internet verbringt oder persönliche Kontakte, die man einschränken sollte, weil sie nichts bringen. Krauß ist selbst Wiedereinsteigerin ins Berufsleben. "Am Anfang erstelle ich mit den Teilnehmern erst einmal eine Aufstellung aller Aufgaben in einer Woche - vom Zähneputzen bis zum zu Bett gehen der Kinder." Das alles erfolge nach dem sogenannten Eisenhower-Prinzip, erklärt Krauß.

Wer sich nach so viel Aufgabenbewältigung reif für eine Tiefenentspannung mit Klangschalen fühlt, kann den Kurs von Anita Käßer besuchen. Sie verspricht ein Verwöhnerlebnis für Körper, Geist und Seele. "Verschiedene Klangschalen werden auf dem Körper oder um den Körper herum aufgestellt und sanft zum Schwingen gebracht. Mit den weiten Schwingungen wirkt die Klangschale nicht nur über das Ohr, sondern geht direkt über die Haut in die Zellen und Organe, die dort sanft massiert werden. Dadurch entsteht in wenigen Minuten eine Tiefenentspannung, die sich angenehm im ganzem Körper ausbreitet", sagt Käßer.
Michael Brandl
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