Donnerstag, 17. Januar 2019
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Gescheiterter Versuch einer Geldautomaten-Sprengung am Audi-Kreisel - Von Tätern fehlt offenbar jede Spur

Die Gasflaschen standen schon bereit

Ingolstadt
erstellt am 13.01.2019 um 21:08 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Erneut haben offenbar Unbekannte versucht, einen Geldautomaten in Ingolstadt zu sprengen.
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In der Filiale der Hypovereinsbank am Audi-Kreisel wäre am Samstagmorgen beinahe ein Geldautomat gesprengt worden. Offenbar wurden die Täter aber vorher gestört.
In der Filiale der Hypovereinsbank am Audi-Kreisel wäre am Samstagmorgen beinahe ein Geldautomat gesprengt worden. Offenbar wurden die Täter aber vorher gestört.
Brandl
Ingolstadt
Doch es blieb beim Versuch. Möglicherweise verhinderte ein Mann, der am Samstagmorgen sehr früh Geld abheben wollte, Schlimmeres. Er verständigte die Polizei, nachdem er in der Hypovereinsbank-Filiale am Audi-Kreisel zwei Gasflaschen bemerkt hatte. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Wie die Polizei mitteilt, rief der Mann gegen 5 Uhr an und teilte mit, im Schalterraum stünden zwei Gasflaschen, außerdem rieche es nach Gas. Sofort fuhren Polizei und Feuerwehr zu der Bankfiliale, die sich im Medi-IN-Park am Audi-Kreisel befindet. Der Bereich wurde laut Polizei weiträumig abgesperrt, dann nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Schnell war klar, dass tatsächlich die Sprengung eines Geldautomaten vorbereitet worden war. Die parallel veranlasste Fahndung nach den Tätern verlief erfolglos.

Die Sichtung der Videoaufzeichnung zeigte laut Polizeibericht, dass gegen 3.15 Uhr zwei vollmaskierte Täter den Schalterraum betraten und am Automaten herumhantierten. Was sie dabei genau taten, gab die Polizei nicht bekannt. In der Regel versuchen die Täter bei dieser immer häufiger verwendeten Bankraubmethode , Gas ins Innere der Bankautomaten zu leiten, das sie dann per Fernzündung explodieren lassen, um an die Geldscheine zu gelangen. In diesem Fall allerdings verließen die Täter den Schalterraum, ohne dass es zur Zündung kam.

Noch ist nicht klar, warum, erklärte eine Sprecherin der Polizei gestern auf Anfrage. Möglich ist, dass sie durch den Bankkunden gestört wurden, allerdings kam dieser erst zwei Stunden, nachdem sie die Filiale betreten hatten. Bislang gibt es offenbar auch noch keine weiteren Hinweise, geschweige denn Erkenntnisse, ob es einen Zusammenhang zu anderen Fällen in der Region, etwa dem (erfolgreichen) Überfall auf die Commerzbank-Filiale in der Ingolstädter Innenstadt im vergangenen Oktober, gibt.

Da sich alles in den frühen Morgenstunden abspielte, sind die Chancen eher gering, dass jemand viel zu der Tat sagen kann. Im Medi-IN-Park, in dem neben der Bank Ärzte, eine Apotheke und weitere Geschäfte untergebracht sind, hatte niemand, den unsere Zeitung dazu befragte, etwas von dem Vorfall mitbekommen.

Wie oft ihre Bank schon mit solchen Überfällen zu tun hatte, wollte eine Sprecherin der Hypovereinsbank gestern nicht mitteilen. Auch über Konsequenzen für die Sicherheit wegen des Vorfalls am Westpark wollte sie sich mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Laut bayerischem Landeskriminalamt gab es in bayerischen Banken vergangenes Jahr 21 solcher Überfälle.

Sollte jemand doch etwas im Zusammenhang mit der versuchten Sprengung beobachtet haben, kann er sich an die Kriminalpolizei Ingolstadt wenden, und zwar unter Telefon (0841) 9343-0.
Thorsten Stark, Michael Brandl
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