Mittwoch, 21. November 2018
Lade Login-Box.

Aufräumarbeiten bei Bayernoil laufen - FCI lädt Einsatzkräfte ein

Produktion halbiert

Vohburg
erstellt am 04.09.2018 um 20:05 Uhr
aktualisiert am 07.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Vohburg (rl/reh) Die Löscharbeiten nach der Explosion bei der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg am vergangenen Samstag waren auch gestern noch nicht gänzlich abgeschlossen.
Textgröße
Drucken
Wie Pressesprecherin Kirsten Pilgram auf Anfrage sagte, sei das Kommando "Feuer aus" noch nicht gegeben. "Es brennt immer noch sehr leicht. " Nach der Explosion wird das Flüssiggas, das sich in der betroffenen Prozessanlage befindet, kontrolliert abgebrannt. In dem Anlagenteil befanden sich laut Norbert Botz, Leiter für Sicherheit und Umwelt bei Bayernoil, mehrere Tonnen Flüssiggas und Benzin.

Wie berichtet, wurde die gesamte Raffinerie nach dem Unglück "notabgefahren", auch die elf Pipelines zwischen den Betriebsteilen Neustadt und Vohburg sind geschlossen. "Die Vohburger Raffinerie steht still", sagte der Geschäftsführer von Bayernoil, Michael Raue, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Durch die Explosion und den Großbrand sei die Produktion des Unternehmens mit dem Wegfall des einen Betriebsteils vorläufig etwa halbiert. Wann dort wieder produziert werden könne, sei nicht absehbar. In Neustadt laufe die Produktion normal weiter.

Trotz der Einschränkung gebe es keinen Grund, einen Teil der rund 750 Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. "Wir sind mit Aufräumen beschäftigt", so Sicherheitschef Botz. Bei der Katastrophe ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, 16 Menschen wurden verletzt.

Dass diese Zahl vergleichsweise überschaubar ist und keine Toten zu beklagen sind, dürfte nicht nur der geringeren Wochenendbesetzung im Werk (zwischen 30 und 35 Leute) geschuldet sein. Es dürfte auch damit zu tun haben, dass die Belegschaft der Raffinerie am Samstagmorgen von der Explosion wohl regelrecht überrascht wurde beziehungsweise kaum eine Reaktionsmöglichkeit hatte. Die Gassensoren, mit denen die Anlage "regelrecht übersät ist" hätten angesprochen, berichtete Jürgen Deinert, der Leiter der Instandhaltung und Projektabwicklung bei Bayernoil dem DK von den Ereignissen am Samstagmorgen, und "in kürzester Zeit" sei es danach schon zur Detonation gekommen. Also blieb den Mitarbeitern offensichtlich auch keine Zeit, um nach draußen zu eilen und (direkt am späteren Explosionsbereich) nach einer Ursache für das Leck zu suchen oder manuelle Abschaltungen vorzunehmen.

Mit einer besonderen Aktion bedankt sich der FC Ingolstadt bei den eingesetzten Feuerwehren, Rettungskräften, Polizisten sowie dem Technischen Hilfswerk. Die Schanzer laden alle Beteiligten zum Heimspiel gegen den FC St. Pauli ein, das am Freitag, 21. September, um 18.30 Uhr im Sportpark stattfindet, teilte der Verein mit.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!