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Geiger direkt gewählt

erstellt am 22.09.2003 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 11:52 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (oe) Die Bezirkstagswahl steht immer im Schatten der Landtagswahl. So wurde am Sonntag Abend zuerst die Landtagswahl und erst anschließend die Bezirkstagswahl ausgezählt, wobei sich der Trend der Landtagswahl bestätigte, die Ergebnisse im Einzelnen aber doch recht interessant sind. So hat in Ingolstadt die Direktkandidatin der Grünen, Petra Kleine (wie in der gestrigen Ausgabe kurz berichtet), mit 8,62 Prozent der Erststimmen besser abgeschnitten als ihr Parteifreund Ulrich Krumwiede, der als Landtagskandidat nur 7,53 Prozent bekommen hat. Auch das Zweitstimmenergebnis der Grünen bei der Bezirkstagswahl liegt mit 8,58 Prozent über dem der Landtagswahl (7,27 Prozent).
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Petra Kleine zeigte sich gestern "sehr erfreut" über das Ergebnis, das für sie ein persönlichen Erfolg sei. Trotzdem geht sie nicht davon aus, dass sie in den Bezirkstag von Oberbayern einziehen wird, obwohl sie auch auf der Wahlkreisliste mit dem 7. Platz gut platziert war. Die Münchner Kandidaten und Kandidatinnen hätten immer ein dickeres Stimmenpolster. Für die Ingolstädter Grünen sei es allein schon ein großer Erfolg, nicht mehr dem Landesdurchschnitt hinterherzuhinken.

Bei den Freien Wähler fällt der Vergleich zwischen den Ergebnissen der Landtags- und der Bezirkstagswahl genau umgekehrt aus. Hier hat Bezirkstagskandidat Klaus Brems aus Neuburg deutlich schlechter abgeschnitten als Landtagsbewerber Peter Gietl. Auf Brems entfielen in Ingolstadt nur 4,9 Prozent. Im gesamten Stimmkreis (also inklusve Neuburg und weiterer sieben Gemeinden) allerdings sieht es für ihn wesentlich besser aus. Hier holte er 8,84 Prozent und übertraf damit Petra Kleine, auf die im Stimmkreis 7,34 Prozent entfielen.

Sicher sein, dem nächsten Bezirkstags wieder anzugehören, konnte gestern nur Rudolf Geiger, der das Direktmandat mit 56,96 Prozent im Stimmkreis (55,48 Prozent in Ingolstadt) verteidigt hat. SPD-Bezirksrat Thomas Thöne kam im Stimmkreis auf 18,03 Prozent (Ingolstadt 20,64 Prozent). Er musste gestern ebenso wie sein Landtagskollege Werner noch bangen, ob es für ein Mandat reichen würde.

Ottmar Engasser
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