Freitag, 16. November 2018
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Sozialdienst katholischer Frauen beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche mit Expertentelefon

Aufklärung über gesetzliche Betreuung

Ingolstadt
erstellt am 08.11.2018 um 20:17 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (mbl) Vom 12. bis zum 17. November findet dieses Jahr wieder eine bundesweite Aktionswoche zur gesetzlichen Betreuung statt.
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Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht: Monika Nübel-Stappen (links) und Silke Heimerl vom Sozialdienst katholischer Frauen werben für die Aktionswoche zur gesetzlichen Betreuung.
Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht: Monika Nübel-Stappen (links) und Silke Heimerl vom Sozialdienst katholischer Frauen werben für die Aktionswoche zur gesetzlichen Betreuung.
Brandl
Ingolstadt
Die katholischen Betreuungsvereine in Deutschland möchten so auf sich und ihr Angebot aufmerksam machen. Auch der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Ingolstadt nimmt daran teil.

Am Expertentelefon des SkF können sich in diesem Zeitraum ehrenamtliche gesetzliche Betreuer und Personen, die sich für das Ehrenamt interessieren, sowie Angehörige von gesetzliche betreuten Personen zu allen Themen rund um die gesetzliche Betreuung beraten lassen. Möglichkeit dazu besteht am kommenden Montag, 12. November, von 11 bis 16 Uhr und am Dienstag, 13. November, von 8.30 bis 11.30 Uhr. Die Telefonnummer lautet (0841) 93755-0. Außerdem sind nach Terminvereinbarung auch persönliche Gespräche möglich, heißt es aus der Geschäftsstelle.

Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit, nachlassender geistiger Kräfte im Alter oder einer geistigen Behinderung ihren Alltag nicht mehr eigenverantwortlich regeln können, sind auf die Hilfe durch einen gesetzlichen Betreuer angewiesen. Hier greift das Angebot des SkF. Er engagiert sich mit seinen beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern, schult diese und berät zu Vorsorgemöglichkeiten. Die beruflichen Mitarbeiter übernehmen außerdem selbst gesetzliche Betreuungen. Im Berichtsjahr 2017, so heißt es, sind über den SkF 142 Personen gesetzlich betreut worden, 482 Menschen wurden beraten. Dieses Angebot aufrecht zu erhalten, werde für viele Betreuungsvereine jedoch immer mehr zu einer existentiellen Herausforderung, berichtet der SkF. Einerseits steige wegen der zunehmend älter werdende Bevölkerung Prognosen zufolge zukünftig der Bedarf an Betreuungen, was zusätzliches Personal erfordere. Andererseits würden die Vereine seit 2005 auf eine Anhebung der Stundensätze warten - Geld, das dringend benötigt werde, um steigende Sach- und Personalkosten zu decken. Ein entsprechender Bundestagsbeschluss von 2017 liege zwar vor, sei jedoch noch nicht umgesetzt worden, so Silke Heimerl vom SkF Ingolstadt. Noch sei die Situation in Ingolstadt aber nicht dramatisch - auch, weil man über Eigenmittel verfüge und sich die Diözese Eichstätt an den Kosten beteilige, so Heimerl. Dennoch entstehe jährlich ein Defizit.

Der SkF möchte in dem Zusammenhang auf zwei weitere Termine hinweisen: Am Mittwoch, 14. November, findet ab 17.30 Uhr eine Vertiefungsveranstaltung für neu bestellte ehrenamtliche gesetzliche Betreuer statt. Themenschwerpunkt sind genehmigungspflichtige Rechtsgeschäfte. Treffpunkt ist die Geschäftsstelle des SkF in der Schrannenstraße 1a. Am Dienstag, 27. November, treffen sich um 18 Uhr neu bestellte ehrenamtliche gesetzliche Betreuer dort zu einer Einführungsveranstaltung. Der Eingang zur Geschäftsstelle ist über den Josef-Strobl-Platz erreichbar. Beratungen sind laut SkF aber auch nach Ende der Aktionswoche noch möglich.
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