Dienstag, 21. August 2018
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Spenden machen siebentägigen Segeltörn für Bewohner des Hollerhauses möglich

Auf großer Fahrt

Ingolstadt
erstellt am 10.08.2018 um 19:53 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Drei Bewohner des Wolfgang-Adler-Hauses (WAH), einer Einrichtung des Ingolstädter Hollerhauses, stachen im Juni vom Dalmatinischen Hafen Rogoznica zu einem siebentägigen Segeltörn in See.
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Klar zum Ablegen: Die Bewohner des Hollerhauses und ihre Betreuer im Hafen von Rogoznica
Klar zum Ablegen: Die Bewohner des Hollerhauses und ihre Betreuer im Hafen von Rogoznica
Foto: Hollerhaus
Ingolstadt
"Nephele hieß unser Segelboot, so wie die griechische Wolkengöttin", berichtet Michaela Kopold, eine der drei Bewohner. Mit einem Katamaran führte die Reise durch die kroatische Inselwelt bis zum Kornati-Nationalpark aber auch die Krka hinauf ins Landesinnere zu den weltberühmten Wasserfällen. Nicht nur die "Nephele" auch Kim Sage, David Ricker und Michaela Kopold aus dem WAH waren dort in ihrem Element und genossen die traumhafte Reise.

Möglich gemacht hat diese Reise der Ingolstädter Verein "Special Sailing", der Segelprojekte für Menschen mit besonderen Belastungen anbietet. Vereinsvorsitzender Klaus Bortenschlager ist dem Hollerhaus seit Jahren verbunden und weiß um die Herausforderungen, die eine solche Reise an die Bewohner und ihre Betreuer stellt. Mit großem Engagement hatte er sich deshalb dafür eingesetzt, dass die Bewohner ihren Traum verwirklichen konnten.

Jeweils eine Betreuerin oder ein Betreuer begleiteten und unterstützten die Bewohner. "Im Unterschied zum Alltag im Wohnheim gibt es auf so einem Boot natürlich viele Barrieren", berichtet Betreuerin Catrin Bergmann, "für die es aber auch viele pfiffige Lösungen gab. " Eine spezielle Rampe erleichterte zum Beispiel den Zugang zum Boot oder der als Ausleger genutzte Querbaum wurde mit einem Flaschenzug zum Kran umfunktioniert. So konnten die Bewohner vom Schiff ins Wasser oder auf das Beiboot gelassen werden. "Die Fahrt damit war dann allerdings nicht so rasend schnell wie erwartet", berichtet Michaela Kopold. "Aber Spaß hat es dennoch gemacht! " Unvergesslich bleiben wohl für alle die Momente, in denen jeder einmal das Steuerrad übernehmen und selbst zum Kapitän werden durfte. Hinter ihnen am Heck flatterte dann die mitgebrachte Piratenflagge. "Ein Dank gilt neben Klaus Bortenschlager auch der Streetbunny-Crew aus Ingolstadt, die diese Reise mit einer großzügigen Spende unterstützt hat", meldet das Hollerhaus.
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