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Auf dem Weg zum Serienstar

erstellt am 24.08.2007 um 20:50 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:35 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Mehmed Suko aus Ingolstadt hat eine Leidenschaft: das Schauspielern. Zwar hatte er bisher nur kleine Nebenrollen, diese machen ihm aber sehr viel Spaß.
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interview (1), Ritchie Herbert, 24.08.2007
Im Café mit Mehmed Suko: Der sympathische 20-Jährige war schon in verschiedenen Serien im Fernsehen zu sehen. - Foto: Herbert
Die Serie "Lotta in Love" fand im letzten Jahr ihr jähes Ende, als die Fernsehzuschauer die Geschichten der naiven Lotta in der Plattenfirma satt hatten. Die Telenovela wurde abgesetzt. Doch was für die einen vielleicht ein Reinfall war, war für den 20-jährigen Mehmed Suko ein erster Schritt in Richtung Schauspieler. "Ich wollte schon immer Schauspieler werden", sagt Mehmed. Was bei vielen nach einer langweiligen Standardantwort klingt, glaubt man dem jungen Mann mit den dunklen Augen. "Schon mit zehn wollte ich das machen." Vor zwei Jahren bewarb er sich bei der Serie "Marienhof" und bekam darauf eine kleine Statistenrolle als Schüler .

Bei "Lotta in Love" war er sogar in zwei Nebenrollen zu sehen: Anfangs als Krankenpfleger und dann als Assistent des Stars der Soap. "Ich habe zwischendrin kurz Pause gemacht, damit die Zuschauer mich vergessen", so Mehmed. Insgesamt hat er in 30 Folgen mitgespielt.

Mehmed ist bodenständig. Vom großen Filmstar ist er noch weit entfernt. Die Schauspielerei ist eher Nebensache, eine Art Hobby. Fragt man ihn nach seinen Wünschen für die Zukunft, bekommt man als Antwort "Frau, Kinder, einen guten Arbeitsplatz und ein Haus" zu hören. Seit einem Jahr macht er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in Ingolstadt. Für seine Traumstelle hat er insgesamt 60 Bewerbungen verschickt, bis es dann endlich geklappt hat. Seine Ausbildung und ein richtiger Beruf sind ihm sehr wichtig, denn "die Filmbranche ist kurzlebig". Doch die kleinen Rollen machen ihm Spaß, vor allem das Flair an den Filmsets gefällt ihm sehr. "Beim Set von ,Lotta in Love‘ hat es mir am besten gefallen. Jeder hat sich gut mit dem anderen verstanden, vom Schauspieler bis zum Tontechniker. Dann macht das sehr viel Spaß", erzählt Mehmed.

Auf die Frage, welche Rolle er gerne einmal spielen würde, grinst Mehmed. "Ich würde gerne ein mal einen Psychopaten spielen. Einfach mal eine richtig ,abgesiffte‘ Rolle", sagt Mehmed. Mit der großen Heldenrolle in einem Actionfilm könnte er nicht viel anfangen. "Dafür bin ich nicht der Richtige. Außerdem hat das nicht so viel mit dem Schauspielern zu tun." Lieber würde er sich in einem Drama oder einem Thriller sehen.

Mehmed hat nun seine erste Hauptrolle ergattert, in dem Kurzfilm "Der letzte Bruch". Gedreht wird schon ab September in München und Umgebung. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der sein bisheriges Leben, das er mit Diebstählen finanzierte, ändern möchte. Deswegen sucht er den Kontakt zu seiner Schwester, zu der er keine Verbindung mehr hat. Der Kurzfilm soll bei verschiedenen Festivals in München gezeigt werden. "Vielleicht wäre das auch was für die Kurzfilmnacht im Theater", sagt Mehmed.

Im Fernsehen ist Mehmed als nächstes beim "Tatort" zu sehen. In der Folge "A gmahde Wiesn" spielt er einen Freund des Mordopfers. "Die Dreharbeiten waren sehr anstrengend", verrät er. "Wegen den vielen Schaulustigen musste der Dreh am Marienplatz ständig unterbrochen werden. Für eine Szene, die später eineinhalb Minuten dauert, wurde sechs Stunden gearbeitet." Auch Hobbyschauspieler haben es eben nicht leicht.

Von Amelie Richter
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