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Christine und Uwe Huchler fühlen sich mit ihrer kleinen Tochter in der Güntherstraße im Augustinviertel wohl

"Die Lage ist optimal"

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erstellt am 01.07.2014 um 20:05 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:33 Uhr | x gelesen
Auf die Internet-Enzyklopädie Wikipedia ist nicht immer Verlass. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Ingolstädter Güntherstraße, die im Augustinviertel parallel zur Manchinger Straße verläuft. Alle Straßen dieser Umgebung sind nach den Nachnamen von Malern oder Bildhauern benannt, die im Zusammenhang mit Ingolstadt stehen.
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Rundum zufrieden: Uwe und Christine Huchler und ihre kleine Tochter Elin. Ihr Zuhause steht an der Güntherstraße - Foto: Engel
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Laut der Liste der Ingolstädter Straßennamen auf Wikipedia ist die Güntherstraße demnach nach Rokokomaler Matthäus Günther benannt. Nichts in seinem Werk und seiner Biographie weist jedoch auf Ingolstadt hin, außer, dass er Schüler von Cosmas Damian Asam war – einer der beiden Asambrüder, die die Asamkirche gestalteten. Aber reicht das für einen Straßennamen? Nein.

Es stellt sich heraus: Die Güntherstraße ist nach Ignaz Günther benannt. Geboren 1725 in Altmannstein nordöstlich von Ingolstadt und gestorben 1775 in München. Er war ein berühmter Rokoko-Bildhauer und schuf unter anderem die Mater Dolorosa in St. Anton.

„Das wusste ich gar nicht“, sagt Uwe Huchler, der seit drei Jahren mit seiner Frau Christine in der Güntherstraße lebt. Geprägt von kleinen Siedlungshäusern, ist die Straße ein ruhiger Ort – obwohl sie nahe der Autobahn liegt. „Die bekommen wir überhaupt nicht mit“, erzählt Christine Huchler, „im Sommer schlafen wir bei offenem Fenster – da hören wir weder Autobahn noch Manchinger Straße.“ Nur ab und zu ginge es an den nahe liegenden Tankstellen laut zu, wenn Autobesitzer ihre getunten Motoren röhren lassen. Die Huchlers schätzen die Bevölkerungsstruktur der Straße. „Hier leben Familien mit kleinen Kindern, Singles und ältere Leute“, erzählt Uwe Huchler.

Die Lage finden der 40-jährige Projektleiter und seine Frau optimal. Man könne alles mit dem Fahrrad oder dem Kinderwagen bewältigen. Stadt oder Klenzepark – überall komme man ohne Auto schnell hin. „Ich gehe viel joggen und bin von hier aus gleich beim Auwaldsee oder an der Donau.“ Der Fluss ist Christine Huchler wichtig. Schließlich stammt die 38-jährige Kulturwirtin aus der Dreiflüssestadt Passau.

Weiterer Pluspunkt: Zahlreiche, gut in Schuss gehaltene Spielplätze seien in der Nähe. Dafür ist die neunmonatige Tochter Elin zwar noch zu klein, aber Uwe Huchler bekommt öfter Besuch von seinen Nichten und Neffen vom Bodensee – von wo Uwe Huchler stammt. „Meine Heimat wird immer der Bodensee bleiben. Aber Ingolstadt ist seit zwölf Jahren mein Zuhause.“ Christine Engel

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