Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Zwei Christkinder und ein Nikolaus: Gredinger Weihnachtsmarkt öffnet am 8. und 9. Dezember seine Pforten

Geballte Himmelsmacht in leuchtender Altstadt

Greding
erstellt am 04.12.2018 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Greding (HK) Erst eins, dann zwei, dann drei ... - nein, das ist zu schnell, an diesem Wochenende ist erst der zweite Advent. Und damit das Wochenende gekommen, an dem die Stadt Greding alljährlich ihren großen Weihnachtsmarkt abhält. Dieses Jahr mit einer Neuerung: Nach zwei Jahren schlüpft ein anderes Mädchen in die Rolle des Gredinger Christkinds.
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Am zweiten Adventswochenende verwandelt sich der Gredinger Marktplatz wieder in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.
Am zweiten Adventswochenende verwandelt sich der Gredinger Marktplatz wieder in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.
Tschapka/Archiv
Greding
Beim Gredinger Weihnachtsmarkt geben sich die Christkinder auf dem Marktplatz die Klinke in die Hand. Denn obwohl die Stadt seit einigen Jahren auf ein eigenes Christkind setzt - zu oft waren etwa bei starkem Schneefall die Kinder vom ausgebliebenen Nürnberger Christkind enttäuscht worden -, verzichtet man nicht auf die schöne Tradition, auch das weltberühmte Pendant aus Nürnberg einzuladen. Es sorgt auch für eine Prise Glamour, wenngleich es in Greding in seinem
Prolog verkündet: "Mein Markt bleibt immer jung, solang' es Nürnberg gibt und die Erinnerung." Die Gredinger Ausgabe der Himmelsfigur setzt dagegen auf Traditionelles in der ländlichen Region und wendet sich an die "lieben Menschen hier aus Dorf und Stadt, wo der Glaube noch Heimat hat, wo die Familien noch mit Kind und Enkelkind dem Himmel noch treu verbunden sind".

In Nürnberg wie in Greding wird alle zwei Jahre ein neues Christkind gekürt - allerdings versetzt. So lernen die Besucher des Gredinger Marktes in jedem Jahr ein neues Christkind kennen, wahlweise aus Nürnberg oder Greding; heuer
kommt wieder Rebecca Ammon aus der Metropole. Wer in Greding ins schmucke Kleid schlüpft, ist noch geheim.

Mit einer Adventswanderung am Freitag, der täglichen
Öffnung eines Adventsfensters in Röckenhofen bis hin zum Adventssingen am Sonntag, 16. Dezember, ist in der Großgemeinde ohnehin ein großes Programm in der Vorweihnachtszeit geboten. Das Adventssingen findet übrigens ausnahmsweise am dritten Advent statt, da laut Bürgermeister Manfred Preischl, der vierte Advents - der übliche Termin - zu nahe am Heiligen Abend liegt.
Die Drei für den Weihnachtsmarkt: Bettina Kempf (l.) gibt die Organisation des Marktes nächstes Jahr an Alexandra Berngruber weiter. Manfred Preischl zeigt sich stolz aufs Programm.
Die Drei für den Weihnachtsmarkt: Bettina Kempf (l.) gibt die Organisation des Marktes nächstes Jahr an Alexandra Berngruber weiter. Manfred Preischl zeigt sich stolz aufs Programm.
Leykamm
Greding



Höhepunkt der Vorweihnachtszeit ist zweifellos der Weihnachtsmarkt - der wiederum mit einem breit gefächertem Rahmenprogramm besticht. Er hat für Groß und Klein, Alt und Jung die passenden Programmpunkte. Ein Hingucker für die Kleineren ist seit Jahren die lebende Krippe neben dem Heinrich-Herold-Brunnen, ein kleiner Streichelzoo mit Schafen und Esel. Während sich die Erwachsenen das Angebot an den Ständen auf dem Markt ansehen, kann der Nachwuchs noch Geschenke basteln - in der Wichtelwerkstatt im zweiten Stock des Museums, für die wieder die Kolpingjugend verantwortlich zeichnet. Zudem bietet die Jugendfeuerwehr Greding an, über offenem Feuer Bratäpfel zu rösten. Romantische Kutschfahrten durch die Altstadt mit Markus Bezold runden die Aktivitäten für die ganze Familie ab.

Die Bühne vor dem Rathaus
wird nicht nur für die beiden Christkinder das Podium sein, hier tummeln sich an beiden Tagen auch allerlei Gruppen, um die Marktbesucher mit ihren Darbietungen zu unterhalten. "Wir wollen nicht nur ein Glühwein- und Würstlmarkt sein, gerade die Vielfalt zeichnet unseren Weihnachtsmarkt aus", sagt die Kulturamtschefin Bettina Kempf, die sich seit vielen Jahren um die Organisation des Marktes kümmert. Diesmal übrigens zum letzten Mal, 2019 gibt sie diese Aufgabe an ihre Kollegin Alexandra Berngruber weiter.

Zur angesprochenen Vielfalt zählen auch die sogenannten lebenden Werkstätten, die an beiden Markttagen im Archäologiemuseum dazu einladen, die Werke von Kunsthandwerkern zu bestaunen oder ihnen zum Teil sogar bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Thomas Brendle aus Geltendorf bei Landsberg am Lech zeigt, wie Glasperlen am Gasbrenner hergestellt werden. Die Nürnbergerin Dorothea Glenk hat Schmuck und Mineralien im Angebot, Claudia Sammiller aus Untermässing Produkte aus Alpakawolle. Birgit Brunner aus Hausen zeigt, wie das Filzen geht, und Melanie Maday führt ins Nadelbinden ein.
Volker Luff, Jürgen Leykamm
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