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Architektonische Todsünde

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erstellt am 13.10.2017 um 19:15 Uhr
aktualisiert am 16.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Was der Oberpostdirektion einst Domizil war, ist evangelischen Pfarrern zu popelig. In den ehemaligen Bürokomplex in der Bayreuther Straße 1 in Nürnberg dürfen nämlich nach Ansicht des Bayerischen Pfarrer- und Pfarrerinnenvereins keinesfalls kirchliche Einrichtungen einziehen.
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Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Daniel Tenberg sagte bei der Herbstversammlung des Vereins in Nürnberg, die Immobilie sei hässlich "und stünde der Kirche nicht gut zu Gesicht". Für eine Nutzung der ehemaligen Oberpostdirektion als "Haus der Kirche" gebe es keine Begründungen.

Die bayerische evangelische Landeskirche hat das Gebäude mit etwa 25 000 Quadratmetern Büroflächen für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag zunächst als Ertragsimmobilie gekauft. Inzwischen gibt es Überlegungen, ob dort Dienststellen einziehen können, die auf Nürnberg verteilt sind. Ein besonderes Interesse hat die Evangelische Hochschule Nürnberg angemeldet, die am bisherigen Sitz Raumnot hat.

Das Gebäude gelte als "eine der großen architektonischen Todsünden" Nürnbergs und drücke "absolute Uniformität" aus, kritisierte Tenberg. Dagegen seien die bisherigen Standorte beispielsweise des Amtes für Gemeindedienst, der evangelischen Jugend oder des Predigerseminars "kreative Arbeitszentralen".

Tenberg sprach sich auch gegen eine Veräußerung des Tagungszentrums Wildbad Rothenburg aus. Die Landeskirche prüft derzeit den Verkauf an einen Hotelier. Der Vorsitzende hält es daher für angebracht, eine Diskussion in der Kirche darüber anzufangen, "wie wir mit unseren Einrichtungen umgehen". ‹Œepd

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