Donnerstag, 17. Januar 2019
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Als amtierender Sportler des Jahres im Landkreis ist Tischtennisspieler Hannes Hörmann erneut für die Wahl nominiert

Neues Leben, neue Erfolge

Landkreis Roth
erstellt am 04.01.2019 um 10:53 Uhr
aktualisiert am 09.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Röttenbach/Hilpoltstein (HK) Spitzensport ja oder nein: Hannes Hörmann stand heuer am Scheideweg. Entschlossen hat er sich letztlich dazu, seine Tischtenniskarriere mit voller Kraft weiter zu verfolgen. Deshalb lebt und trainiert der Röttenbacher inzwischen am Bundesstützpunkt in München. Empfohlen hat er sich dafür mit starken Leistungen bei der Europameisterschaft der Schüler und zwei deutschen Vizemeistertiteln. Mit diesen Erfolgen ist der amtierende Sportler des Jahres im Landkreis Roth erneut für die Abstimmung nominiert.
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Ein Höhepunkt seiner bisherigen Karriere ist für Hannes Hörmann die Teilnahme an der Europameisterschaft der Schüler.
Ein Höhepunkt seiner bisherigen Karriere ist für Hannes Hörmann die Teilnahme an der Europameisterschaft der Schüler.
Steinbrenner
Landkreis Roth
Es sind noch nicht einmal zehn Jahre vergangen, seit Hannes Hörmann in Röttenbach bei Heiner Schielein seine ersten Tischtennisversuche startete. Damals war er sechs Jahre alt. Mit neun war sein großes Talent längst erkannt und er wechselte zum TV Hilpoltstein, der schon damals zu den deutschen Topvereinen zählte. Schon mit zwölf Jahren gab Hörmann dort seinen Einstand im Herrenbereich und die Karriere nahm ihren Lauf.

Für seine großen Erfolge wurde der Röttenbacher in den vergangenen vier Jahren gleich drei Mal zum Sportler des Jahres im Landkreis Roth gewählt. Auch für den bevorstehenden Ehrenabend am 11. Januar zählt er wieder zu den Nominierten. Denn in den vergangenen zwölf Monaten hat so viel wie noch nie im Leben von Hannes Hörmann ereignet.

Kurz nach der Sportlerehrung im Januar 2018 wurde Hannes Hörmann gleich zweifacher deutscher Schülermeister im Einzel und Doppel. Es folgten zahlreiche Einsätze im deutschen Nationaltrikot - nicht in Schweden, Frankreich, Polen, Slowakei, sondern sogar bei einem China-Aufenthalt mit dem deutschen Kader. Über allem stand dabei das großen Ziel, für die Europameisterschaft nominiert zu werden, was letztlich auch gelang.

Im Jahr 2017 hatte Hörmann noch Zweifel, ob er in der nationalen Spitze mithalten kann und gleichzeitig die Schule mit seinem Leistungssport unter einen Hut bringen kann. Nun geht es aber wieder steil nach oben, der Spagat gelingt zeitweise glänzend. Neun Tage lang mischte Hörmann bei den Europameisterschaften in Rumänien mit. Platz fünf mit der Mannschaft und Platz neun im Einzel, wo er gegen Europas Nummer eins, den Polen Maciej Kubik, nach einer 2:1-Satzführung knapp unterlag, aber nach dem "besten Spiel meines Lebens" zufrieden zurückkehrte, waren ein großartiges Erlebnis.

Gestärkt von diesem sportlichen Erlebnis erreichte Hannes Hörmann als bisher jüngster Teilnehmer den zweiten Platz beim bayerischen Top-24-Ranglistenturnier der Herren. Am Ende schaffte der Röttenbacher auch noch das Schuljahr am Gymnasium in Roth. Zum neuen Schuljahr wechselte er dann nach München an die Eliteschule des Sports am Gymnasium München-Nord.

Seit September lebt Hörmann nun unter der Woche im Haus der Athleten in München, wo das tägliche Training und die Schule seinen Alltag im Bundes- und Olympiastützpunkt bestimmt. Der Umzug nach München mit Schule, Training und eigener Wohnung "war schon eine große Umstellung für mich", sagt Hörmann. "Zwischenzeitlich komme ich aber ganz gut zurecht." Nachdem dieser Schritt gemeistert war, überraschte Hörmann gleich bei seinem ersten großen Auftritt in der Altersklasse der Jugendlichen mit dem zweiten Platz beim Turnier der 48 besten deutschen Jugendspieler.

"Das Jahr 2018 war schon ein großer Einschnitt in meinem Leben", blickt Hörmann zurück, "den ich aber genau so gewollt habe". Zum Abschluss dieses Jahres gab es ein einzigartiges Geschenk zu Weihnachten: Hörmann spielte vor 6500 Zuschauern beim Basketball-Pokalspiel des FC Bayern München in der Halbzeitpause einen Schaukampf. Im neuen Jahr startet er erstmals als Nummer 1 des TV Hilpoltstein II in der Oberliga und hofft nun auf die Titelverteidigung als Sportler des Jahres im Landkreis Roth, die sein Sportjahr 2018 perfekt machen würde.
 
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