Dienstag, 16. Oktober 2018
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Kläranlage wird außer Betrieb genommen - Bauarbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein

Schutzendorfer Abwasser fließt künftig nach Greding

Schutzendorf
erstellt am 16.05.2018 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schutzendorf (HK) Das Schutzendorfer Abwasser wird künftig in Greding gereinigt: Beherzt griffen die Beteiligten zur Schaufel und einen Tag nach dem Spatenstich begannen gestern die Arbeiten, die bis Oktober dauern werden. Zunächst werde eine Leitung nach Esselberg und Kraftsbuch gebaut, erklärte Bürgermeister Manfred Preischl, dort erfolge der Anschluss an die bereits vorhandene Leitung nach Greding.
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Baubeginn in Schutzendorf: Zur Schaufel greifen (von links) Polier Anton Mosandl, Stefan Brigl vom Bauamt, Bürgermeister Manfred Preischl, Oberbauleiter Ludwig Book, Bauleiter Peter Rommel von der ausführenden Firma Rohmann und Martin Peitz vom Ingenieurbüro Klos.
Baubeginn in Schutzendorf: Zur Schaufel greifen (von links) Polier Anton Mosandl, Stefan Brigl vom Bauamt, Bürgermeister Manfred Preischl, Oberbauleiter Ludwig Book, Bauleiter Peter Rommel von der ausführenden Firma Rohmann und Martin Peitz vom Ingenieurbüro Klos.
Steimle
Schutzendorf
"Morgen treffen die ersten Rohrleitungen ein", sagte Ludwig Book vom Spalter Ingenieurbüro Klos zu den ersten Maßnahmen. Diese werden dann ausgelegt und verschweißt, "die Arbeiten werden dann mit dem Einfräsen der Leitung fortgesetzt." Hierfür wird eine Abwasserdruckleitung mit 1825 Metern Länge zwischen dem südlichen Ortsrand im Bereich der Keltenstraße und der Kreisstraße RH 31 Richtung Esselberg gebaut. Hiermit will man Ende Juni fertig sein. Zeitweise muss hierfür die Verbindungsstraße zwischen Schutzendorf und der Kreisstraße nach Kraftsbuch voll gesperrt werden. Autofahrer müssen dann die Umleitung über Esselberg nehmen.

Keine Abstriche gibt es dafür beim Abwasser für die 115 Einwohner. "Die Entsorgung läuft während der Bauzeit uneingeschränkt weiter", sagte Book, erst wenn Druckleitung und Pumpwerk fertig sind, werde umgeschlossen. Letzteres sowie ein Überlaufbauwerk und einige einige Verbindungsleitungen werden am nördlichen Ortsrand gebaut. Dann fehlt nur noch die Verbindung zur Keltenstraße durch Schutzendorf. Diese Baggerarbeiten beginnen wahrscheinlich Ende Mai, parallel zur Druckleitung wird auch ein leeres Rohr für die künftige Breitbandversorgung verlegt. Auch hier kommt es wieder zu Einschränkungen: Die Kreisstraße im Norden von Schutzendorf wird dafür halbseitig gesperrt. Ganz dicht ist die Ortsdurchfahrt, die Anwohner können dann ihre Häuser entweder von Süden oder von Norden erreichen. Stehen diese Maßnahmen ins Haus, will das Bauamt die Bürger vorher informieren. Geplant ist, die Vollsperrung möglichst in die Sommerferien zu legen, sodass der Schulbus - und mit ihm die Kinder - keine Umleitung fahren muss.

Ende August will man soweit sein, dass die Kläranlage in Schutzendorf außer Betrieb genommen wird. Ganz brachliegen wird die Fläche aber nicht. "Hintergrund ist, dass man eine Hochwasserrückhaltung schafft und auch eine weitere Reinigung gewährleistet, die dann der Thalach und der Schwarzach zugute kommt", erläuterte Book. Das habe man schon in Euerwang vor etwa 15 Jahren so gehandhabt und das sei auf dem klüftigen Juraboden, wo viel Wasser schnell versickern kann, besonders wichtig. Außerdem habe man die Klimaerwärmung im Hinterkopf. "Der Regen wird seltener, dafür aber stärker." Hierfür werden die Teiche geleert und dann gesäubert, anschließend wird der erste Absetzteich verfüllt. "In das eine Erdbecken kommt ein Retentionsbodenfilter, wie es auch in Euerwang geschehen ist und das andere wird zu einem Regenrückhalteteich umgebaut", so der Bauleiter.

2019 gehe es dann mit Herrnsberg in die nächste Runde, kündigte Preischl an. Immer wieder werde er gefragt, ob die Kläranlage in Greding die zusätzlichen Mengen überhaupt aufnehmen könne, das sei aber kein Problem. "Sie ist so angelegt, dass Schutzendorf, Herrnsberg und die neuen Baugebiete eingerechnet sind." Für weiteren Ortsteile - wie etwa Röckenhofen, wo die wasserrechtliche Erlaubnis 2021 erlischt - werden dann erneut Überrechnungen angestellt und im Stadtrat diskutiert. Generell habe man noch Luft nach oben, weil man das Abwasser in Zukunft auch dosiert Richtung Greding pumpen könne.
Tina Steimle
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