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Wachsen und gedeihen wie die Sonnenblumen: 43 Erstklässler werden in Greding mit einem kleinen Geschenk begrüßt

Mit viel Freude ins erste Schuljahr

Greding
erstellt am 11.09.2018 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Greding (tsl) Die Kinder tragen stolz ihre Schultüten im Arm, die Eltern zücken nicht weniger stolz Handys und Kameras - schließlich müssen an so einem wichtigen Tag ganz viele Fotos gemacht werden.
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Alle Hände gehen hoch, jeder möchte sich vorne sein Namensschild abholen. Die können die Schüler auch schon ganz ohne Hilfe lesen.
Alle Hände gehen hoch, jeder möchte sich vorne sein Namensschild abholen. Die können die Schüler auch schon ganz ohne Hilfe lesen.
Steimle
Greding
Gestern sind 43 Erstklässler an der Grundschule Greding eingeschult worden.

Eulen, Einhörner und Raketen prangen auf den Schultüten, - eine leuchtet sogar - doch das ist nicht die einzige, die die Kinder heute bekommen. Gleich am Eingang verteilt stellvertretende Schulleiterin Christina Schmidtlein-Mauderer jeweils eine rote und blaue Papierschultüte, die den Kindern zeigen soll, in welche Klasse sie gehen. Dazu gibt es noch ein kleines Beutelchen.

"Hat schon jemand hineingesehen, was da drin versteckt ist? ", fragt Schmidtlein-Mauderer und Maximilian weiß die Antwort: Sonnenblumenkerne. Was passiert, wenn man einen Samen in die Erde legt und mit Wasser gießt, wissen die Kinder auch, viele Hände gehen nach oben. Während Maximilian eine Sonnenblume herumzeigen darf, erklärt Schmidtlein-Mauderer, dass die Erstklässler ebenfalls "geduldig und liebevoll gepflegt" werden müssen und "Wärme und Seelennahrung" brauchen, "Zeit um zu reifen", jemanden, der Interesse an ihrem Leben hat und ihnen Vertrauen und Zuversicht schenkt. "Wann und wie wir die Früchte ernten können, das wissen wir noch nicht ganz genau", sagt die stellvertretende Schulleiterin, doch dass es einmal so weit sei, das sei gewiss. Jedes Kind könne schon jetzt etwas besonders gut "und wir werden gemeinsam herausfinden, was es ist".

Darum geht es auch in der Mutmach-Geschichte, die Flora und Anika aus der vierten Klasse vorlesen. Löwe Leo ist, wie Isidor-Igel und Hasi-Hase nämlich ziemlich aufgeregt und gar nicht mutig, wie es ein Löwe zu sein hat, "eher im Gegenteil". Was, wenn der Lehrer Fragen stellt, die man nicht beantworten kann? Doch so schlimm wird es gar nicht. Alle Tiere können etwas besonders gut - fauchen, schleichen, kugeln, hoppeln - und brauchen keine Angst vor der Schule zu haben, wie Schmidtlein-Mauderer am Ende der Geschichte sagt.

Denn schließlich kennen sie schon einige andere Schüler an der Schule und wenn nicht, dann werden sie von den Kindern im Schulchor freundlich begrüßt. "Einfach klasse, dass du da bist und nun auch zur Schule gehst", singen die anderen Klassen. Außerdem haben sie einen Sprechgesang vorbereitet und das "Herzlich willkommen an unserer Schule", das mit einem lauten "Hurra" endet, schaffen die Kinder sogar, im Kanon vorzutragen. Eine Erstklässlerin winkt einem anderen Mädchen, das im Chor mitsingt und ein Junge ist etwas enttäuscht, dass er seinen Freund Tobi unter den Sängern nicht entdeckt hat - es sind aber auch wirklich viele. Dafür hat Schulleiter Gerhard Schuster einige Gesichter von früher unter den Eltern wiedererkannt, die er auch schon unterrichtet hat. "Das bedeutet, dass mein erster Schultag schon ziemlich lange her ist", sagt der Rektor und verrät auch die Zahl: genau 50 Jahre.

Dann geht es in die Klassen, gemeinsam mit den Lehrerinnen Verena Landmann und Petra Markgraf. Letztere begrüßt die Kinder "in unserem Klassenzimmer", in dem die Schüler der 1b "viel lernen, singen, malen und Freude haben" werden. Sie stellt sich auch nochmal vor - wenn sich jemand den Namen vor Aufregung aber nicht merken könne, dann sei das nicht schlimm, "das macht nichts, wir werden uns so oft sehen". Denn sie habe sich, so Markgraf, bei der Begrüßung an der Tür am Morgen auch nicht alle Namen merken können. Deshalb dürfen sich die Kinder nun vorne ihre Schildchen abholen. Die können alle schon lesen, nur Elias kann seinen Namen nicht finden. Petra Markgraf hilft beim Suchen und stellt dann fest, dass sich das Schild unter ein anderes geschoben hat. "Da bin ich jetzt kurz nervös geworden", sagt sie und auch Elias lächelt erleichtert.

Nach ein paar Erinnerungsfotos haben Markgraf und der Plüschdrache Kari die Kinder erst einmal für sich. Denn Kari ist schüchtern, erklärt die Lehrerin "und darum schicken wir die Großen erstmal raus".
 

LESEZEICHEN UND SCHUL-T-SHIRTS

21 Erstklässler – acht Buben und 13 Mädchen – sind gestern in der Grundschule Obermässing begrüßt worden. Doch nicht nur sie hatten ihren ersten Tag, auch Lehramtsanwärter Felix Ramsenthaler wurde willkommen geheißen und bekam von Schulleiter Christian Hobauer eine Schultüte überreicht. Und es gab noch mehr Geschenke: Jedes Kind darf nun ein Schul-T-Shirt tragen, außerdem hatten die Zweitklässler Lesezeichen für die neuen Mitschüler gebastelt. 
Ihren ersten Schultag hatten auch 16 Achtklässler an der Wirtschaftsschule in Greding. Sieben Mädchen stehen neun Jungs gegenüber.
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