Dienstag, 13. November 2018
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Heute beginnt das neue Schuljahr, für viele Kinder zum ersten Mal - Auch Sonnie aus Hilpoltstein ist bereit für diesen großen Tag

Das ist erstklassig

Hilpoltstein
erstellt am 10.09.2018 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (HK) Mit dem Schulranzen auf dem Rücken und der Schultüte in der Hand geht es los - auf in den ersten Schultag. Ein neuer Lebensabschnitt, ein besonderes Ereignis für die ganze Familie. Auch der siebenjährige Sonnie Kötschau aus Hilpoltstein kann es kaum noch erwarten, ein richtiger Erstklässler zu sein.
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Der Schulranzen ist gepackt und der siebenjährige Sonnie ist bereit für seinen ersten Schultag.
Der Schulranzen ist gepackt und der siebenjährige Sonnie ist bereit für seinen ersten Schultag.
Riß
Hilpoltstein
Der heutige Tag steht bei Familie Kötschau ganz im Zeichen des Schulanfangs. "Das ist schon besonders, endlich etwas Neues", freut sich Alexandra Kötschau für ihren Sohn. "Seine Freude ist groß, eigentlich hält er es schon seit den Pfingstferien nicht mehr aus", erzählt die 37-Jährige. Vor einem Jahr sei Sonnie, mit sechs Jahren, noch nicht ganz bereit gewesen für die Schule, "aber jetzt wird es echt Zeit, im Kindergarten war er einfach nicht mehr ausgelastet".

Sonnies neuer Lebensabschnitt beginnt um 9 Uhr in der Hilpoltsteiner Grundschule. "Die Omas und Opas kommen vorbei und dann begleiten wir ihn alle in die Schule", verrät Kötschau. "Mittags gehen wir gemeinsam essen und am Nachmittag gibt es noch Kaffee und Kuchen." Den Ablauf seines ersten Schultags hat der Siebenjährige selbst bestimmen dürfen - alles soll am besten genau wie bei Schwester Mila vor zwei Jahren sein.

Eine Überraschung wird auf jeden Fall die Schultüte, die Sonnie heute zum ersten Mal sehen darf. "Ein Wecker, schöne Buntstifte und Süßigkeiten kommen rein", sagt Kötschau. Mehr kann sie über den Inhalt aber auch nicht verraten, weil sie es selbst nicht weiß. "Es wird für alle eine Überraschung, weil die Oma sie füllt." Das Besondere an der Schultüte - sie ist nicht aus Papier, sondern aus Stoff. Sonnie steht in Großbuchstaben darauf, drumherum sind unterschiedlich große Sterne aufgenäht. Auf jeden Fall eine Schultüte für die Ewigkeit, weil "da später eine weiche Füllung reinkommt und dann ist das ein Kissen", erklärt Alexandra Kötschau.

Auch der Schulranzen, den Sonnie im vergangenen Jahr zu Weihnachten bekommt hat, steht mittlerweile für seinen ersten Einsatz bereit. Der Siebenjährige hat sich für ein Modell mit Feuer speiendem Drachen entschieden. Für den richtigen Inhalt hat Mama Alexandra gesorgt, die schon vor einiger Zeit eine Materialliste von der Grundschule erhalten hat. Ins Federmäppchen gehören Bleistifte, Lineal, Radiergummi und Buntstifte. Im Schlampermäppchen sind Klebestift, Schere und Spitzer zu finden. Auch einen Malkasten, Wachsmalkreiden und ein Päckchen Knete braucht der Erstklässler. "Für Hefte, Blöcke, Mappen und so weiter haben wir noch eine Extraliste vom Klassenlehrer bekommen", sagt die Hilpoltsteinerin.

Dem Schulstart ihres Sohnes sieht die dreifache Mutter recht entspannt entgehen. "Bei Mila haben wir schon viele gute Erfahrungen gemacht, da war das erste Schuljahr echt traumhaft." Auch für Sonnie werde "nicht alles so wahnsinnig unbekannt" sein, einige Klassenkameraden kenne er schon vom Kindergarten. "Der wird das gut machen und ist jetzt auch reif genug dafür."

In der ersten Schulwoche wird jetzt noch Ausnahmezustand herrschen. "Das wird vermutlich eine recht heftige Woche", meint die Tourismusbeauftragte der Stadt Hilpoltstein, die sich derzeit in Mutterschutz befindet. Künftig wird Sonnie dann zusammen mit seiner großen Schwester und dem Nachbarskind zur Schule laufen. Die gut einen Kilometer lange Strecke sind sie vorab einmal abgelaufen. Bedenken hat Alexandra Kötschau keine, wenn die Kinder alleine losziehen. "Dafür sind sie jetzt groß genug. Außerdem gibt es auf dem Schulweg wirklich viele Schülerlotsen und gerade in der Anfangszeit ist ja auch die Polizei verstärkt aktiv."

Sonnie wird, wie die achtjährige Mila, eine Ganztagsklasse besuchen - mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freispielzeit. Diese Entscheidung habe die Familie ganz bewusst getroffen, aus zweierlei Gründen: "Einerseits wegen der Arbeit, auch wenn ich momentan noch mit der kleine Kaisa zu Hause bin", sagt Kötschau. "Außerdem war ich selbst im Internat und habe dort das Zusammensein mit den Klassenkameraden sehr genossen. Das war eine schöne Zeit." Doch darüber macht sich Sonnie jetzt erstmal keine Gedanken; er ist aufgeregt und freut sich auf seinen allerersten Tag in der Schule.
Luisa Riß
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