Samstag, 23. Juni 2018
Lade Login-Box.

Nepal und Indien: Werner Tapprich stellt in Roth sein erstes Buch "Rhododendronblüte" vor

Am Fuße des Himalaya

Roth
erstellt am 13.11.2017 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 16.11.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Roth (ub) Fernöstliche Musik hat die Besucher des Alpenverein-Turms im Rother Schloss Ratibor begrüßt. An den Wänden hingen Fotos von Nepal und Indien. Alle Plätze im kleinen Saal waren voll besetzt, als das ehemalige Stadtratsmitglied Werner Tapprich sein erstes Buch vorstellte. "Rhododendronblüte" heißt das Werk, in dem der Autor von drei Reisen erzählt, die er nach Nepal und Indien unternommen hat. Zusammen mit Gerdt Rohrbach gab der Autor einen Einblick in seine Erlebnisse und berichtete über das Leben der Menschen am Fuße des Himalaya.
Textgröße
Drucken
Roth: Am Fuße des Himalaya
Bei einer Lesung im Turm von Schloss Ratibor stellen Werner Tapprich (rechts) und Gerdt Rohrbach das Buch "Rhododendronblüte" vor. - Foto: Unterburger
Roth

"Zwei meiner Reisen führten mich in das Annapurna-Gebiet, die andere nach Zentralindien", berichtete Werner Tapprich, "aus meinen Erlebnissen entstanden Episoden über Land und Leute." Im Jahre 2013 sei er in der Fremde gewesen, um die Rhododendronblüten zu bewundern. Tapprich hat seine Reiseberichte in eine fiktive Rahmenhandlung eingebunden. In Ich-Form erzählt er von Mirko, der sich unsterblich in die schöne Aayusha verliebt und dem es gelingt, nach vielen Irrungen und Wirrungen die verschleppte Aayusha aus indischer Zwangsprostitution zu befreien und sie und ihre Schwester Birscha zurück nach Nepal zu bringen.

Tapprich und Gerdt Rohrbach entführten die Zuhörer in eine fremde, unbekannte Welt. In den ersten Kapiteln erzählt der Autor von zwei jungen Menschen aus Nepal und Deutschland. Sie schaffen es trotz zahlreicher Probleme, trotz Vorurteile und diametral gegensätzlicher Weltbilder, ihr Schicksal zu meistern.

Da ist die jugendliche Aayusha, die als Älteste mit sechs Geschwistern aufwächst. Das Auskommen auf dem elterlichen Hof reicht nicht aus, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. Aayusha ist einem dicken Bauernsohn versprochen, den sie aber nicht heiraten will. Und da ist Mirko aus Deutschland, der zu seinem Abitur eine Abenteuerreise geschenkt bekommen hat. Sein Wunsch ist es, nach Nepal zu fliegen.

Tapprich beschreibt Tagesausflüge, Landschaften, die Natur und viele Begegnungen mit Menschen aus dem Nepal. Sein Protagonist Mirko ist fasziniert von Aayusha. Die beiden kommen sich näher und verlieben sich. Er verliert sie aus den Augen, doch als er sie wieder trifft, verletzt ihn ein eifersüchtiger junger Mann mit einem Messer. Aayusha und ihre Schwester Birscha werden nach Indien verschleppt und gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Im zweiten Teil des Buches fährt Mirko mit dem Zug durch Indien, um Aayusha zu suchen. Zusammen mit seinem Freund Alex befreit er sie und ihre Schwester Birscha schließlich aus einem Bordell. Nach einer abenteuerlichen Flucht fahren sie zurück nach Nepal.

Der Rother Alpenverein hat 2015, als im April ein Erdbeben Nepal erschütterte, zu einer Spendenaktion zugunsten der Erdbebenhilfe aufgerufen. Insgesamt 510 Euro wurden von den Mitgliedern gespendet. Die Summe erhöhte sich später auf 700 Euro. Das Geld wurde zum Wiederaufbau der Häuser verwendet. Mit der Hilfsaktion "Jedem Bürger ein Euro" konnte den Menschen in dem vom Erdbeben stark geschädigten Nepal ebenfalls geholfen werden. Für 18 Jungen und 20 Mädchen erfüllte sich mit dem Spendengeld ein Wunschtraum: Ihre Schule wurde wieder aufgebaut. Zusätzlich konnte ein Trinkwasserprojekt bewilligt werden.

Von Robert Unterburger
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!