Dienstag, 21. August 2018
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Köstlichkeiten von der Weide und aus Weihern schmecken Besuchern - Direktvermarktung boomt

Ochs macht im Smoker Karriere

Alfershausen
erstellt am 12.08.2018 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 16.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Alfershausen (HK) Auch wenn sich beim Ochsenfest vieles um das schmackhafte Fleisch dieses Rindes dreht, so stehen an diesem Wochenende doch auch andere Köstlichkeiten aus der Natur im Mittelpunkt: Die Direktvermarkter des Regionalbüffets haben bei diesem Fest ein Forum, um ihre Produkte zu präsentieren.
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Groß ist die Palette der Direktvermarkter. Elke Bernreuther stellt ihr getoastetes Sojaöl vor. Im Smoker bereitet Christian Winkler den Ochsenbraten zu (Bilder im Uhrzeigersinn).
Groß ist die Palette der Direktvermarkter. Elke Bernreuther stellt ihr getoastetes Sojaöl vor. Im Smoker bereitet Christian Winkler den Ochsenbraten zu (Bilder im Uhrzeigersinn).
Fotos: Karch
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Zwei Jahre dürfen die 14 bis 18 Ochsen der Familie Winkler auf der Weide grasen, bevor sie geschlachtet werden. "Das sind Tiere der Rasse Hereford, die wachsen etwas langsamer", erklärt Juniorchef Christian Winkler vom gleichnamigen Gasthof. Diese artgerechte Haltung zeigt sich dann auch an der Qualität des Fleisches, das inzwischen schon eine große Fangemeinde gefunden hat. Geduldig stehen die Gäste deshalb am Sonntagmittag an, um auf Ochsenrauchbraten, Ochsenbrust oder Ochsensteckerl zu warten. Das Fleisch von eineinhalb Ochsen landet im Smoker, in dem es viel Zeit bekommt, um gar zu werden. Dieser Ochsenrauchbraten hat dem Fest, das jetzt schon zum zwölften Mal gefeiert wird, auch seinen Namen gegeben. "Mit Ochs am Spieß hat unser Ochsenfest gar nichts zu tun", unterstreicht Christian Winkler.
 
Fotos: Karch
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Während diese Assoziation völlig falsch ist, liegt die von Rindfleisch und Irland richtig. Am Tag vor dem Ochsenfest wurde deshalb schon zum dritten Mal ein irischer Abend mit Musik, Irish Stew und Guiness gefeiert. Beim Ochsenfest ist aber auch der richtig, den es weniger nach Fleisch gelüstet. Denn die Palette, die die Direktvermarkter anbieten, ist groß. Alles, was Weide, Weiher, Felder, Sträucher und Bäume so hergeben, findet sich hier in spezieller Form verarbeitet wieder. Ob Kürbiskerne in allen Variationen, Zwetschgenbrand, Estragonessig, Holzofenbrot oder Forellen , die im Beilngrieser Quellwasser herangewachsen sind - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Besonders reich gedeckt ist der Tisch mit Holunderprodukten, vom Blütencocktail bis zum Holunder-Gummibärchen.
 
Fotos: Karch
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Noch recht neu, dafür aber ganz besonders gesund, ist das Öl aus geröstetem Soja, das Elke Bernreuther anbietet. Beim Hoffest in Landersdorf vor einigen Wochen haben Elke und Werner Bernreuther ihre Sojatoastanlage einem breiten Publikum vorgestellt. Das gesunde Öl mit dem intensiven Geschmack eignet sich für Salate, zum Kochen und auch zum Backen. "Wenn ich Buttercreme mache, mische ich Butter und Sojaöl je zur Hälfte", verrät die Landwirtin. Das Öl wird bereits in einer ganzen Reihe von heimischen Geschäften angeboten. Auf der Zunge zergehen lassen können sich die Besucher auch das Bauernhofeis vom Werzingerhof in Wernfels. "Das Geschäft läuft echt richtig gut", sagt deshalb auch Juniorchef David Pfahler, während er Kugeln aus Joghurt-Minze-Eis oder schwarzes Johannisbeer-Joghurt-Eis auf Waffeln und Becher verteilt. "Es gibt heuer auch extrem viele Früchte." Und weil die Kunden wüssten, dass das Bauernhofeis eine saisonale Geschichte sei, kämen sie auch gerne auf den Hof, um sich einzudecken. Und wer bedauert, dass der Sommer seinem Ende entgegengeht, der kann sich damit trösten, dass es auch für den Herbst ganz spezielle Kreationen gibt. Eine Kugel Herbstfrüchtesorbet aus Äpfeln, Zwetschgen und Holundersaft versüßt auch trübere Tage.
Andrea Karch
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