Dienstag, 16. Oktober 2018
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Mit dem "Digital Festival" will Stadt die gewachsenen Bedeutung der Digitalisierung unterstreichen

Nürnberg feiert den Computer

Nürnberg
erstellt am 12.10.2018 um 16:12 Uhr
aktualisiert am 12.10.2018 um 22:20 Uhr | x gelesen
Nürnberg (HK) Nürnberg ist mehr als Bratwurst und Lebkuchen. Seit 2012 Jahren macht ein Netzwerk aus Wirtschaft, Technologie und Bildung darauf aufmerksam, dass die Metropolregion ein nicht zu unterschätzendes Zentrum der Computerwelt ist. Beim "Digital Festival" dreht sich seit Freitag in Nürnberg alles um die Welt der Computer.
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Rund 10000 digital-affine Teilnehmer erwartet das Festival in den nächsten Tagen.
Rund 10000 digital-affine Teilnehmer erwartet das Festival in den nächsten Tagen.
Dworczyk
Nürnberg
Unter neuem Namen geht die ehemalige "Internet-Woche" nun als Digital Festival an den Start. Rund 10000 Teilnehmer werden erwartet. Der neue Name soll die gewachsene Bedeutung der Digitalisierung in der Region unterstreichen. Mit über 150 Veranstaltungen wird das Szene-Treffen so groß wie niemals zuvor. Auch die Themen werden heuer vielfältiger. Nicht nur klassische Digitalisierungsthemen wie Programmieren stehen auf dem Programm.

Für Eltern wird es zum Beispiel einen Computer-Spieleabend geben. Anschließend können sich die modernen Mamas und Papas über digitale Spielsachen im Kinderzimmer austauschen. Besonders im Blickfeld steht die Digitalisierung in Medizin und Gesundheit.

Mit dabei ist auch das Gesundheitsministerium. Hausherrin Melanie Huml (CSU) mahnt, dass bei aller Begeisterung für digitale Neuerungen der Schutz der Privatsphäre oberste Priorität haben müsse. "Gerade in dem hochsensiblen Bereich Gesundheit müssen die Menschen auch weiterhin die Selbstbestimmung über ihre Daten behalten", fordert die Ministerin, die sich darauf freue, mit Bürgern und Experten über die Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegebereich in Nürnberg zu diskutieren.

"Die digitale Transformation betrifft nicht nur die digitale Szene, sondern alle Lebensbereiche und die gesamte Stadtgesellschaft", sagt Nürnbergs Wirtschaftsreferent, Michael Fraas (CSU). Das neue Digital Festival bringe die Region als digitalen Standort im Hinblick auf Arbeitsplätze und Innovationen nach vorne, betont Fraas.

Unternehmen wie Nürnbergs Software-Schmiede Datev schätzen das Festival aus vielen Gründen. "Als Datev haben wir den Anspruch, die digitale Transformation mitzugestalten. Dafür ist es wichtig, neue Technologien frühzeitig auf dem Schirm zu haben, ihre Potenziale zu erkennen und zu prüfen, ob, wo und wie sie unsere Lösungen noch besser machen können", sagt Martin Krämer, Mitglied der Datev-Geschäftsleitung. Kommunikation und Austausch wie beim Digital Festival seien dafür das beste Mittel.

Als eines der größten IT-Unternehmen in der Region wolle Datev mit seiner Festival-Teilnahme auch zeigen, dass die Software-Firma "an spannenden Themen" arbeite und "interessante Jobs" zu bieten habe, sagt Krämer. Besonders die Mischung der Teilnehmer mache das Festival so spannend. Manager und Forscher, Erfinder und Anwender würden in Nürnberg auf Augenhöhe über Zukunftsthemen diskutieren.

Nürnberg hat in der jüngeren Vergangenheit laut Krämer einen beachtenswerten Strukturwandel vollzogen. Vom Industriestandort sei die Stadt zum Dienstleistungs- und Technologiestandort geworden. "In den Köpfen von Nicht-Nürnbergern ist das vielfach aber noch nicht angekommen." Gerade deshalb sei eine Veranstaltung wie das Nürnberg Digital Festival" nicht nur für den fachlichen Austausch wichtig. Auch für das Image der Region als Zukunftsstandort spiele das Festival eine entscheidende Rolle.

Auch für den Erfolg des Softwarehauses sei das Festival wichtig. "Wir bei Datev wollen die Digitalisierung im Bereich der betriebswirtschaftlichen Prozesse, die letztlich jeden Unternehmer betreffen, aktiv voranbringen." Krämer weist auf einen gravierenden Wandel von der bloßen Arbeitsteilung zur Prozessintegration hin. "Für Insellösungen und Silodenken ist da kein Raum." Offenheit sei die Grundlage dafür, dass Digitalisierung richtig gelingt.
Nikolas Pelke
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