Dienstag, 13. November 2018
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Macher des Festivals "Wallesau ist blau" freuen sich bei halbrundem Geburtstag über Besucherrekord

Nach 15 Jahren beliebt wie nie

Wallesau
erstellt am 10.09.2018 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wallesau (HK) Am Wochenende hat sich das Dörfchen Wallesau wieder einmal ziemlich "blau" präsentiert. Es war Zeit für das gleichnamige Festival mit heftigem Rumps-Faktor, vor allem die Freunde von Punk, Heavy Metal und ähnliche harte musikalische Gangarten kamen dort - wie gewohnt - voll auf ihre Kosten.
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Hauptsache hart: Einen bunten Stilmix präsentieren Meloco aus Nürnberg, die bei ?Wallesau ist blau? am Samstagabend auftreten.
Hauptsache hart: Einen bunten Stilmix präsentieren Meloco aus Nürnberg, die bei "Wallesau ist blau" am Samstagabend auftreten.
Tschapka
Wallesau
Diesmal bereits zum 15. Mal - und so wurde folgerichtig mit insgesamt 15 Bands gefeiert. Und obwohl "Wallesau ist blau" ziemlich spät im Veranstaltungskalender der Open-Air-Saison auftaucht, so erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Heuer kamen so viele Besucher wie noch nie, beide Tage waren gut besucht.

Die weiteste Anreise hatte ein Musikfan aus dem fernen Barcelona. Aber die Veranstalter von der "Musikinitiative Wallesau" hatten auch groß die Werbetrommel gerührt. Zu den Werbepartnern gehörten unter anderem der Radiosender StarFM, und auch bei Radio Gong wurden die WiB-Chefs im Vorfeld zu einem kleinen Plausch "on air" eingeladen. Die Stadt Roth unterstützte das Festival ebenfalls großzügig und einer der Sponsoren, eine Schreinerei aus Bergen, zimmerte für den Eingangsbereich des Festivalgeländes sogar ein hölzernes Portal, auf dem sich zwei der "Wallesau-ist- blau"-Wappentiere gegenüberstehen: - zwei blaue, grimmig dreinblickende Wildsäue.

Zwei Tage wurde auf der großen Wiese nahe Wallesau gefeiert, wobei jeden Abend rund 50 Helfer unermüdlich im Einsatz waren. Von der Security über den Getränkeausschank und Essensbuden bis hin zu einem Trupp für die Elektronik. Zum harten Kern des Orga-Teams der Musikinitiative Wallesau zählt etwa ein Dutzend Leute. Die Musikfans hatten auch heuer fast ein ganzes Jahr damit verbracht, ihr geliebtes Festival auf die Beine zu stellen. Sogar ein Taxi-Shuttle-Service war diesmal eingerichtet.

Da der erste Festivaltag musikalisch nicht ganz so hart ausfiel, seien diesmal auch viele Wallesauer Bürger gekommen, die mit Hard & Heavy eigentlich nicht so viel anfangen könnten, berichtete Daniel Salomon von der Musikinitiative Wallesau. "Auf jeden Fall sind wir mehr als zufrieden mit dieser großen Resonanz von nah und fern", bilanzierte Salomon. Großartig sei auch das "Knüppelfrühstück" angekommen. Es dauerte nicht lange, da seien am Samstagvormittag alle Weißwürste weg gewesen, als es zu den Klängen der Formation Schreikrampf einen Frühschoppen der besonderen Art gab - bei freiem Eintritt.

Die Hauptbühne präsentierte sich ebenfalls so modern wie noch nie. So ragte ein Catwalk ins Publikum, auf dem die Musiker einen Ausflug zu den Fans machen konnten, riesige Funkensprüher sorgten für eine feurige Pyro-Show - von der tollen Lichttechnik ganz zu schweigen. Auf der Bühne standen unter anderem Formationen mit so einprägsamen Namen wie Schluss mit Lustik, Kafkaesque und Die zwangsversteigerten Doppelhaushälften, eine Punkrockband aus dem Landkreis Fürth, die am Freitag den Headliner machte.

Am Samstag bildete von den zehn Auftritten an diesem Tag derjenige der Nürnberger Alternative-Metal-Band Meloco den Höhepunkt. Die selbsternannten "Genre-Wandler" präsentierten einen kraftstrotzenden Mix aus verschiedenen Musikstilen aus Punk, Heavy Metal und Gothic-Elementen und boten eine mitreißende Show, zu der sich vor der Bühne sowohl trefflich Pogo tanzen, als auch headbangen ließ.

Mit Blut und Tod ging das Festival zu Ende, denn so hieß das Nürnberger Hardcore-Duo, welches im vergangenen Jahr schon beim Knüppelfrühstück zu erleben war und diesmal den Rausschmeißer gab. Danach krochen viele Besucher in ihre Zelte und Schlafsäcke, denn heuer gab es auch so viele Übernachtungen wie noch nie in der 15-jährigen Geschichte des Festivals.
Tobias Tschapka
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