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Leuchtturm der Region

Wendelstein
erstellt am 14.09.2018 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wendelstein/Spalt/Schwabach (rsc) Die CSU-Bezirkstagsfraktion war auf Wahlkampftour im Landkreis Roth unterwegs.
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Im Oldtimerbus "Romantische Straße" hat eine Delegation mit Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Peter Daniel Forster an der Spitze das Seniorenzentrum der Diakonie in Wendelstein und das Biermuseum in Spalt besucht.

"Das hier ist ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Region", erklärte Cornelia Griesbeck, Kreis- und Gemeinderätin aus Wendelstein und CSU-Direktkandidatin im Landkreis Roth für die Bezirkswahl ihren Parteifreunden vor dem modernen Bau in Wendelstein. Die Gemeinde hat für den Bau eine eigene GmbH als Bauträgergesellschaft gegründet. Mieter und Betreiber des Zentrums ist seit der Eröffnung im Frühjahr der Wendelsteiner Diakonieverein. Im vorderen Teil des Zentrums befindet sich ein Pflegeheim mit 48 Plätzen, eine Tagespflege sowie Räume für einen ambulanten Pflegedienst und einen Mittagstisch, zu dem Senioren aus Wendelstein von zu Hause abgeholt werden. Dahinter liegen in einem eigenen Komplex 48 Appartements für betreutes Wohnen, den die GmbH betreibt. Im Bedarfsfalls haben dessen Bewohner einen Anspruch auf einen Platz im Pflegeheim.

Geschäftsführer des Bauträgers sind stellvertretender Bürgermeister Willibald Milde und Kämmerer Stefan Zeltner. "Dass wir handeln mussten, zeigt die volle Belegung des Pflegeheims und 350 Anmeldungen für das betreute Wohnen", erklärte Cornelia Griesbeck. "Hier gibt es nun ein umfassendes Angebot für Seniorinnen und Senioren aus Wendelstein", stellte sie fest. "Wir haben alles richtig gemacht", war Willibald Milde überzeugt. Vor allem das Pflegeheim habe eine topmoderne Struktur. Es handelt sich um ein Heim der vierten Generation mit vier Wohngruppen zu je zwölf Pflegebedürftigen. In jeder Gruppe werde Bezugspflege geleistet und auch selbst gekocht. Die Kombination dieser stationären Einrichtung mit teilstationären und ambulanten Versorgungsstrukturen geht auf Vorschläge des Diakonievereins zurück. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Konzept nach neuesten Erkenntnissen. Gruppenaktivitäten für mobile Senioren sind auch im Programm.

Im Gespräch mit den Verantwortlichen mahnte indes Rosy Stengel als ehemalige Geschäftsführerin der Familien- und Altenhilfe in Schwabach die Einrichtung einer Kurzzeitpflege an, um Angehörige zu entlasten. "Würden wir gerne tun, aber das Belegungsrisiko ist zu schlecht abgesichert", erklärte der Vorsitzende des Diakonievereins, Pfarrer Norbert Heinritz. Zugleich klagten er, Geschäftsführerin Annette Messner und Pflegedienstleiterin Katharina Mierzwa über große Probleme, Personal zu finden. "Der Pflegenotstand ist spürbar, wir sind froh über jede Bewerbung. " Bezirkstagspräsident Richard Bartsch war deshalb auch skeptisch, ob sich die 13 000 zusätzlichen, von der Bundesregierung angekündigten und bezahlten Pflegerstellen besetzen lassen. "Keiner weiß, wo sie herkommen sollen", sagte Bartsch.

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