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Viele Direktkandidaten für Landtag und Bezirkstag schon nominiert - Überblick vor dem Wahlkampf

In 100 Tagen wird gewählt

Hilpoltstein
erstellt am 05.07.2018 um 17:51 Uhr
aktualisiert am 05.10.2018 um 08:39 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein/Roth (HK) Noch genau 100 Tage sind es heute bis zur nächsten Wahl: Rund 97000 Wahlberechtigte aus dem Landkreis Roth stimmen am Sonntag, 14. Oktober, über ihre künftigen Vertreter im Bayerischen Landtag und im mittelfränkischen Bezirkstag ab. Die Parteien haben ihre Direktkandidaten größtenteils längst nominiert. Hier eine Übersicht vor dem Beginn der heißen Phase des Wahlkampfs.
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Nach 35 Jahren im Landtag gehörte Manfred Weiß zu den profiliertesten Landtagsabgeordneten. Das politische Erbe des ehemaligen Justizministers trat Volker Bauer mit seinem Wahlerfolg vor fünf Jahren an. Unser Bild zeigt die beiden CSU-Politiker und Bauers Ehefrau am Wahlabend 2013.
Nach 35 Jahren im Landtag gehörte Manfred Weiß zu den profiliertesten Landtagsabgeordneten. Das politische Erbe des ehemaligen Justizministers trat Volker Bauer mit seinem Wahlerfolg vor fünf Jahren an. Unser Bild zeigt die beiden CSU-Politiker und Bauers Ehefrau am Wahlabend 2013.
Foto: HK
Hilpoltstein
Mit insgesamt vier Abgeordneten ist der Stimmkreis Roth derzeit in den Parlamenten in München und Ansbach vertreten. Volker Bauer (CSU) aus Kammerstein ist seit der Wahl vor fünf Jahren die Stimme des Landkreises Roth im Bayerischen Landtag. Dem Bezirkstag gehören derweil Bauers Patenonkel, der Kammersteiner Bürgermeister Walter Schnell (Freie Wähler), sowie Ernst Schuster (CSU) und Robert Gattenlöhner (Frankenpartei) an.

Bei der bevorstehenden Landtagswahl werden am 14. Oktober insgesamt 180 Abgeordnete gewählt, die ins Maximilianeum einziehen. 91 Abgeordnete werden mit der Erststimme im Stimmkreis gewählt, die übrigen 89 Abgeordneten mit der Zweitstimme. Bei der Wahl vor fünf Jahren holte Volker Bauer aus Kammerstein mit 42,1 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Landkreis Roth. Sven Ehrhardt von der SPD kam auf 25,4 Prozent und Hermann Kratzer von den Freien Wählern auf 12,5 Prozent. Für beide reichte es auch über die Liste nicht zum Einzug in den Landtag. Bauer trat derweil die Nachfolge von Manfred Weiß aus Roth an. Der ehemalige Justizminister, der im vergangenen Jahr starb, gehörte dem Landtag ununterbrochen von 1978 bis 2013 an.

Als Herausforderer für Volker Bauer stehen für die bevorstehende Landtagswahl schon die Direktkandidaten neun anderer Parteien oder Wählergruppen parat. Mit den größten Chancen geht dabei Thomas Schneider (Freie Wähler) ins Rennen. Nach 20 Jahren als Röttenbacher Bürgermeister will er ins Maximilianeum einziehen. Sollte es für Schneider nicht reichen, mehr Erststimmen als Volker Bauer auf sich zu vereinen, könnte ihm auch noch der gute Platz auf der mittelfränkischen Liste nach München bringen. Der Landkreis Roth hätte dann zum ersten Mal seit dem Ausscheiden von Peter Hufe im Jahr 2008 wieder einen zweiten Abgeordneten im Landtag.

Die weiteren bekannten und bereits nominierten Direktkandidaten für den Landtag sind der als "Promifriseur" bekannte Marcel Schneider aus Rednitzhembach (SPD), Andreas Hofmann aus Roth (Grüne), Stefan Stromberger aus dem Wendelsteiner Ortsteil Neuses (FDP), Tino Schwarz aus Georgensgmünd (Linke), Wolfgang Rank aus Röttenbach (Piratenpartei), Roland Wolkersdorfer aus Schwabach (ÖDP), Robert Gattenlöhner aus Roth (Frankenpartei). Für die AfD, die zum ersten Mal bei der Landtagswahl antritt, zieht der Schwabacher Rechtsanwalt Ferdinand Mang als Direktkandidat für den Landkreis Roth in den Wahlkampf.

Was die Bezirkstagswahl angeht, hat es die erste spannende Abstimmung bereits gegeben. In der CSU gab es nämlich gleich fünf Bewerber um die Nachfolge des Thalmässinger Bezirksrats Ernst Schuster, der nicht mehr antritt. Nach einem unerwarteten Vorstoß des Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Daniel Nagl, kandidierten auch Thomas Schmidt aus Kraftsbuch, Ulla Dietzel aus Hilpoltstein, Georg Schiffermüller aus Mauk und Cornelia Griesbeck aus Wendelstein, die sich in der Stichwahl mit 64 zu 51 Stimmen gegen Schmidt durchsetzte.

Um das Direktmandat kämpfen neben Griesbeck noch der Kammersteiner Bürgermeister und amtierende Bezirksrat Walter Schnell (Freie Wähler), Daniel Zimmermann aus Roth (FDP), Cornelius Voigt aus Roth (Linke), Matthias Lang aus Rednitzhembach (ÖDP), Mario Engelhardt aus Schwanstetten (Grüne), der amtierende Bezirksrat Robert Gattenlöhner aus Roth (Frankenpartei), Klaus Ludwig aus Roth (Piratenpartei) und Ferdinand Mang aus Schwabach (AfD). Wie bei der Landtagswahl setzt sich auch der Bezirksrat zur Hälfte aus den Gewinnern der Direktmandate und zur Hälfte aus Listenkandidaten gemäß des Wahlergebnisses zusammen. Welche Kandidaten für den Bezirkstag und den Landtag bei der Wahl am 14. Oktober tatsächlich gewählt werden können, darüber entscheidet nach einer Mitteilung der Regierung von Mittelfranken erst der Wahlkreisausschuss am 17. August. Danach werden die Namen aller zugelassenen Kandidaten veröffentlicht.
Jochen Münch
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