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Josef Wohlmuth feiert sein Priesterjubiläum am Feiertag Mariä Himmelfahrt in seiner Heimat nach

Primiz vor 50 Jahren in Laibstadt

Laibstadt
erstellt am 04.07.2014 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:13 Uhr | x gelesen
Laibstadt (HK) Am heutigen Samstag vor genau 50 Jahren, am 5. Juli 1964, hat Josef Wohlmuth in seinem Heimatort Laibstadt seine Primiz gefeiert. Eine Woche zuvor war er im Eichstätter Dom zum Priester geweiht worden. Im August wird Wohlmuth in Laibstadt sein Priesterjubiläum feiern.
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Laibstadt: Primiz vor 50 Jahren in Laibstadt
Josef Wohlmuth (2. von links) hat vor 50 Jahren in seinem Heimatort Laibstadt seine Primiz gefeiert. Jetzt steht das Priesterjubiläum an, dass er ebenfalls in Laibstadt begehen wird. Repro: Herler
Laibstadt

Bei bestem Sommersonntagswetter waren damals rund 5000 Gläubige nach Laibstadt gekommen, um mit dem Neupriester dessen erstes heiliges Messopfer zu feiern. Das Dorf war damals festlich herausgeputzt worden und alle Häuser trugen Fahnen- und Blumenschmuck.

Unter dem Geläut der Glocken wurde der Primiziant von seinem Elternhaus, dem heute nicht mehr bestehenden Gasthaus zur Sonne, abgeholt. In einem langen Festzug, angeführt von der Blaskapelle Brunner aus Heideck und begleitet von einer großen Zahl Geistlicher und Ordensleuten sowie den örtlichen Jugendgruppen und Vereinen mit Fahnen, ging es zum Marxers Garten neben dem damals neu gebauten Kindergarten hinaus, wo der Primizgottesdienst stattfinden sollte. Zur Ausschmückung der Feier sang Laibstadts Kirchenchor unter der Leitung von Feuchts Stadtpfarrer Markus Harrer, der aus dem nahe gelegenen Weiler Kippenwang stammte.

Neu war damals, dass der Gottesdienst bereits ganz im Zeichen des Zweiten Vatikanischen Konzils stand. Der Neupriester zelebrierte zum Volk hingewandt, Epistel und Evangelium wurden auf Deutsch vorgetragen und auch andere Gebete kamen in der Muttersprache zu Gehör. Die Festpredigt hielt damals Kurt Sohns, Kaplan in Offenbach, den Josef Wohlmuth während seines Freisemesters in Innsbruck kennengelernt hatte.

In seiner Ansprache ging Sohns näher auf die Berufung zum Priesteramt ein. Es gebe nichts Größeres als die Botschaft des Heils zu verkünden; doch müsse sich gerade jeder Neupriester der Schwierigkeiten bewusst sein, die auf ihn zukommen werden, sagte er. Nicht nur mit dem Munde gelte es, Gottes Wort zu verkünden, der ganze Priester sei in die Aufgabe des Dienens und Helfens hineingestellt.

Seine erste Priesterstelle trat Wohlmuth in Gunzenhausen als Kaplan an. Nach vier Jahren wurde er zum Weiterstudium freigestellt und entschied sich für das Fach Dogmatik an der Universität Tübingen, wo der damals noch junge Joseph Ratzinger lehrte. Schließlich folgte Wohlmuth diesem an die neu gegründete Uni Regensburg, wo er bei Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., schließlich seine Doktorarbeit schrieb. Als Professor wirkte Wohlmuth danach bis zu seiner Pensionierung in Köln und Bonn.

Sein 50-jähriges Priesterjubiläum will Wohlmuth beim Patroziniumsfest Mariä Himmelfahrt am 15. August in der Pfarrkirche Laibstadt nachfeiern. Nach dem Festgottesdienst wird es einen kleinen Empfang im Pfarrheim geben.

Von Norbert Herler
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