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Verdienstorden für Peter Hufe

Hilpoltstein
erstellt am 29.05.2013 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:03 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (mmr) Der Hilpoltsteiner Peter Hufe (58) erhält eine besondere Auszeichnung: Im August soll dem ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten das Bundesverdienstkreuz überreicht werden.
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Bevor das offizielle Schreiben von Innenminister Joachim Herrmann in seinen Briefkasten flatterte, wusste der gut vernetzte Ex-Politiker schon Bescheid: „Ein CSU-Kollege aus dem Rundfunkrat hat es mir gesteckt“, sagt er dem HK schmunzelnd. Mit der Auszeichnung, die laut Herrmann seine „vielfältigen Verdienste um das Gemeinwohl würdigt“, habe er überhaupt nicht gerechnet. Aber er geht davon aus, dass der Anstoß vom Namenspartner des Innenministers gekommen ist, Professor Wolfgang A. Herrmann, dem Präsidenten der TU München, auch das will Hufe (Foto) aus sicherer Quelle wissen. „Er hat das wohl angeregt, weil ich mich für den Forschungsreaktor Garching eingesetzt habe.“

Der Reaktor ist seit 2004 in Betrieb und produziert aus hoch angereichertem Uran Neutronen, wie sie Physiker, Chemiker und Biologen in der Grundlagenforschung brauchen. In der Bevölkerung und auch unter Politikern, vor allem bei den Grünen, ist der Reaktor umstritten. Hufe hält ihn hingegen für einen „Markstein deutscher Wissenschaftspolitik“. Er habe unter anderem mit Bundeskanzler Schröder gesprochen, um die Betriebsgenehmigung durchzusetzen“, erzählt Hufe.

„Ich sehe den Orden als Anerkennung meiner Arbeit“, so Hufe, der von 1994 bis 2008 für die SPD im bayerischen Landtag saß. „Ich weiß nicht, wie viele Sozis den kriegen, denn sie sind doch eher in der Kritiker- als in der Durchsetzerrolle.“ Darin bestätigt ihn der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) in seinem Glückwunschschreiben. „Gerade für einen Sozi ist die Landespolitik alles andere als ein Zuckerschlecken“, so Beckstein. Aber Hufe habe mit seiner zurückhaltenden, immer freundlichen Art eine Menge sachlicher Anliegen durchsetzen können. „Dinge, die ein Rambo nie geschafft hätte.“

Von Monika Meyer
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