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Trauer um Paul Korinski

Hilpoltstein
erstellt am 14.03.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 18.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (jom) Die Stadt Hilpoltstein trauert um Paul Korinski. Der Ehrenbürger aus Hofstetten starb am Sonntag im Alter von 89 Jahren in Nürnberg.
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Die Verabschiedungsfeier findet am morgigen Freitag um 14 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Hilpoltsteiner Friedhof statt. Abgesehen von den gut zwei Jahrzehnten, in denen er mit seiner Frau Annelies aus beruflichen Gründen in Nürnberg lebte, ist Paul Korinski immer ein Hofstettener mit Leib und Seele gewesen.

Geboren als Sohn des örtlichen Lehrers - der Spitzname "Lehrerspaul" kam also nicht von ungefähr - fand Korinski als Architekt nicht nur seinen Beruf, sondern auch seine Berufung. Zum Segen für seinen Heimatort, in den er "reumütig" nach seinem "Exilaufenthalt" zurückkehrte, wie Korinski seine Nürnberger Zeit selbst beschrieb. Denn sobald er mit seiner Familie wieder in Hofstetten lebte, wirkte Paul Korinski als treibende Kraft beim Bau des Hofstettener Sportheims, bei der Innensanierung der Kirche und der Gestaltung des Spielplatzes in seinem alten, neuen Wohnort.

So gab es in all den Jahren kaum ein Projekt in dem Hilpoltsteiner Ortsteil, an dem der umtriebige Architekt nicht tatkräftig mitgearbeitet hätte. Besonders langen Atem bewies Korinski beim Bau des Feuerwehrhaus, für das er schon vor über 30 Jahren die ersten Pläne eingereicht hatte. Auch die Entwürfe für die Neugestaltung des 2016 eingeweihten Dorfplatzes stammen aus der Feder von Korinski, der als langjähriger Schriftführer der Heimat- und Naturfreunde auch Mitautor der Dorfchronik war.

Seit 1994 war Paul Korinski auch "im Auftrag der Stadt in Sachen Stadtsanierung unterwegs", wie Bürgermeister Markus Mahl bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Jahr 2012 formulierte. Korinski habe ehrenamtlich zahlreiche Hauseigentümer bezüglich der Fassadensanierung beraten, Kosten ermittelt und Angebote eingeholt. Viele Gebäude in der Altstadt tragen deshalb die Handschrift Korinskis. Damit habe er sich "bleibende Verdienste erworben", so Mahl. Und so trauert die Stadt nun nicht nur um einen Ehrenbürger, sondern auch um einen Mann, der Hilpoltstein mit seinen vielen Projekten prägte.

Jochen Münch
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