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Seniorenbeirat macht sich für Pflege-Wohngemeinschaften stark

Hilpoltstein
erstellt am 13.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (ub) Der Hilpoltsteiner Seniorenrat setzt auf Bewährtes. Alle bisherigen Funktionsträger sind bei der Frühjahrsvollversammlung in ihren Ämtern bestätigt worden. Als Beisitzer wurden neu gewählt: Max Bittner, Ingrid Ludewig, Fanny Seitz, Frank Krebel, Harald Döring, Evelyn Bernwieser und Kurt Köstner.
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Rückblickend auf die vergangenen drei Jahre hob Vorsitzende Monika Bergauer hervor, dass der Seniorenbeirat verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde und dass sich die Vernetzung mit Vereinen und Verbänden verbessert habe. "Wir sind auf dem richtigen Weg", lautete ihr positives Fazit.

"Der Seniorenbeirat ist eine tolle Geschichte", lobte Bürgermeister Markus Mahl, "wir bekommen ausgezeichnete Rückmeldungen aus der Bevölkerung." Er kündigte an, dass die Hilpoltsteiner Verkehrsampeln im zweiten Halbjahr ersetzt würden. "Wir kriegen eine neue Technik, die Fußgänger- und Radüberquerungen werden mit akustischen Signalen für schlecht Hörende ausgestattet." Damit komme man auch dem Wunsch des Seniorenbeirats entgegen. "Der Behindertenparkplatz am Marktplatz, für den sich der Seniorenbeirat eingesetzt hat, funktioniert ausgezeichnet", würdigte Mahl. "Ich war ja anfangs skeptisch, habe mich aber eines Besseren belehren lassen."

Anschließend stellte Monika Bergauer eine Reihe von Vorschlägen zu Themenschwerpunkten des Beirats vor. So wolle man sich mit den Themen "Bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen" und "Betreutes Wohnen" befassen. "Es kommen vermehrt ältere Menschen nach Hilpoltstein, weil deren Kinder sich hier niedergelassen haben. "Die Warteschlange ist groß."

Als weiteres vordringliches Thema nannte Bergauer die "Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflegebedarf und Menschen mit Demenz". Auch die Suche nach neuen Trägerschaften brenne dem Seniorenbeirat auf den Nägeln. So wolle man beispielsweise das BRK mit ins Boot holen.

"Wir haben versucht herauszufinden, welche Flächen sich für solche Wohngemeinschaften eignen würden", erklärte Bürgermeister Markus Mahl. "Am Bahnhof gäbe es Flächen, aber das würde für die Senioren weite Wege bedeuten. Gedacht haben wir auch schon an Flächen in der Dorotheen-Höhe." Die Initiative für solche WGs müsse von den Leuten selbst kommen, sagte Mahl. "Erst dann könnten wir ein solches Vorhaben von Seiten der Stadt positiv begleiten." Die Caritas und die AWO seien als Träger derzeit "ausgeschöpft".

Für Diskussionen sorgte auch das im Moment viel diskutierte S-Bahn-Projekt Nürnberg-Hilpoltstein. Wie berichtet, hat der Stadtrat Roth das Vorhaben abgelehnt. "Wenn die Rother nicht mitmachen, dann machen wir es alleine", erklärte Bürgermeister Mahl, "wir werden das Projekt weiter betreiben."

"Für die Senioren ist das Umsteigen ein Problem", hieb Fanny Seitz in die gleiche Kerbe, "deshalb muss der Seniorenbeirat Hilpoltstein fordern, dass das S-Bahn-Projekt realisiert wird. Die Argumentation der Rother können wir nicht nachvollziehen." Bürgermeister Mahl unterstützte die Meinung des Seniorenbeirats: "Alle reden von Kooperation und hier wird sie verhindert. "

In einer abschließenden Runde diskutierten die Senioren darüber, wie die Stadt noch seniorengerechter gestaltet werden könnte. Fanny Seitz machte darauf aufmerksam, dass die Behindertenparkplätze am Stadtbad immer leer seien. Deshalb würde ein Behindertenparkplatz an dieser Stelle ausreichen. "Ich habe kein Problem damit, dies zu ändern", entgegnete Bürgermeister Mahl. Weiter monierte Seitz, dass in der Stadthalle auf der Tribüne in der Mitte kein Geländer vorhanden sei.

"Die Parkplätze im Innenhof der alten Mädchenschule sollten sonntags für alle Besucher offen sein", wünschte sich Monika Bergauer. Mahl wies darauf hin, dass diese Parkplätze sonntags für Kirchgänger schon geöffnet seien. Moniert wurde ein fehlender Geldautomat an der Rother Straße. "Die älteren Leute kaufen nicht mit der Scheckkarte ein, sondern zahlen in bar", so das Argument der Senioren. "Es sind betriebswirtschaftliche Gründe der Banken, die einen Geldautomaten nicht aufstellen", erwiderte der Bürgermeister.

Von Robert Unterburger
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