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Neue Freizeitlinie durchquert an Sonn- und Feiertagen den südlichen Landkreis Roth

Mit dem Express bis nach Greding

Hilpoltstein
erstellt am 27.04.2017 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 01.05.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (HK) Der südliche Landkreis Roth hat eine weitere Freizeitlinie: den "Gredl-Express". Zum ersten Mal wird der Bus mit der Nummer 636 am Maifeiertag verkehren. Der offizielle Startschuss ist allerdings schon gestern am Hilpoltsteiner Bahnhof gefallen.
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Hilpoltstein: Mit dem Express bis nach Greding
Großer Bahnhof zum Auftakt mit Landrat Herbert Eckstein (4.v.r.), den Bürgermeistern Manfred Preischl (3.v.l.), Markus Mahl (5.v.l.) und Georg Küttinger (hinten rechts), Busunternehmer Rudolf Rombs (4.v.l.) sowie Mitarbeitern von VGN und Landratsamt. - Foto: Messingschlager
Hilpoltstein

Vier Mal wird die Linie 636 an Sonn- und Feiertagen von Hilpoltstein über Thalmässing nach Greding fahren - und ebenso oft auch wieder zurück. Zum Einsatz kommt ein barrierefreier Niederflurbus mit Platz für Rollstuhl und Kinderwagen sowie einem Anhänger für bis zu fünf Fahrräder. Der Bus ist mit der Gredl vertaktet und fährt im Zweistundenrhythmus. Angefahren werden aber nicht nur die Hauptorte, sondern beispielsweise auch Steindl, Kolbenhof, Hagenich, Göllersreuth oder Hausen.

Für den Auftakt einer Linie, die nicht zuletzt Wanderer und Radfahrer ansprechen soll, hätte man sich gerne etwas anderes als das gestrige nasskalte Wetter gewünscht. So fand sich eine meist in Winterjacken gehüllte Delegation am Bahnhof ein, um den Gredl-Express aus der Taufe zu heben. Doch dafür werde es am 1. Mai umso besser, wie Busunternehmer Rudolf Rombs anmerkte.

Der Erfolg der Linie hängt aber nicht nur vom guten Wetter ab. Das Wichtigste sei, dass man auf die Kundenwünsche eingehe, sagte Landrat Herbert Eckstein. Der Kunde soll die Line als bequemes Angebot ansehen, mit dem man zu einem fairen Preis hin- und zurückkomme. "Wir müssen mehr Menschen bewegen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren." Denn man dürfe nicht vergessen, dass im Verkehr die größten Ressourcen für den Klimaschutz liegen. "Allerdings auch die, wo es mit dem Tun am schwierigsten ist."

Fahren werden auf der Linie, die zum VGN-Verbund gehört, Busse der Firma Rombs. Das Defizit - Kosten in Höhe von 38 000 Euro minus Fahrgeldeinnahmen - tragen der Landkreis Roth und die drei Gemeinden je zur Hälfte. Der Vertrag wurde für drei Jahre geschlossen. "Das muss jetzt auch gut klappen", sagte Thalmässings Bürgermeister Georg Küttinger. Das sei schon außergewöhnlich, dass alle an einem Strang ziehen. "Entweder gemeinsam oder gar nicht" fügte Hilpoltsteins Stadtchef Markus Mahl hinzu.

Der Gredl-Express sei jetzt eine von 24 Freizeitlinien, informierte Gerhard Zuber vom VGN. Wie für die anderen habe man dafür einen Flyer aufgelegt, in dem der Fahrgast neben den Abfahrtszeiten auch Freizeittipps, Hinweise auf andere Linien, Landkarten sowie Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten findet.

"Jetzt wünschen wir uns nur noch, dass die Bürger es annehmen", sagte Gredings Bürgermeister Manfred Preischl. Die Linie sei ein Lückenschluss zwischen Hilpoltstein, dass nah dran am VGN sei, sowie Thalmässing und Greding, die weit weg seien. Für die Naherholung werde sonst alles vorgehalten, was der Kunde an Bedürfnissen habe.

 

  • Mit dem Gredl-Express wird an den Sonn- und Feiertagen einer großer Teil des südlichen Landkreises Roth erschlossen. Der erste Bus startet um 9.38 Uhr in Hilpoltstein Richtung Greding, der vierte und letzte um 16.38 Uhr. Ab Greding kann man erstmals um 10.32 Uhr fahren und letztmalig um 17.32 Uhr. Die Fahrt dauert 51 Minuten und es werden 22 Stationen angefahren. Die beiden ersten Hilpoltsteiner Fahrten sowie die drei letzten Gredinger Fahrten sind mit der Gredl vertaktet.
 
  • Es gelten die normalen VGN- und DB-Tickets, also neben Einzeltickets auch Tagesticket plus, Bayernticket, Gruppenfahrausweise, MobiCards, Schönes-Wochen?end-Ticket . . .
 
  • Bei den Fahrrädern gilt zu beachten, dass man diese unter Telefon (09141) 993 50 anmelden muss, bei E-Bikes gilt ein Vorbehalt
Von Rainer Messingschlager
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