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Hilpoltsteiner Fotografin Daniela Benzin stellt im Café Grimm aus

Meditative Momente

Hilpoltstein
erstellt am 09.02.2018 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 14.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (ub) Sie ist Jahrgang 1984 und ein echtes Hilpoltsteiner Gewächs. Nun wagt sich Daniela Benzin mit ihrer ersten eigenen Ausstellung an die Öffentlichkeit. Unter dem Titel "Pocahontas" zeigt die junge Fotografin eine Aktserie mit großformatigen Schwarz-Weiß-Fotos.
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Hilpoltstein: Meditative Momente
Ihre Fotos zeigt Daniela Benzin im Café Grimm. - Foto: Unterburger
Hilpoltstein

Daniela Benzin ist geboren und aufgewachsen in Hilpoltstein. Seit ein paar Jahren lebt sie nun wieder in ihrer Heimatstadt. "Mit der analogen Fotografie verbinde ich eine gewisse meditative Art mich auf bestimmte Momente einzulassen", sagt sie. "Es ist wie mit einem guten Song im Radio, der einen mitwippen lässt und Erinnerungen weckt." So versuche sie auf authentische, natürliche und ehrliche Weise mit ihren Aufnahmen Gefühle und Emotionen mit Licht sichtbar zu machen und besondere Augenblicke festzuhalten. In Zwickau war sie mit dem Model Kirsten (41 Jahre) im Studio. Dort entstand an einer Fotowand die Serie im Studio.

"Normalerweise fotografiere ich mehr junge Models, aber für diese Fotoserie hat es mich gereizt, mit einem schon etwas älteren Fotomodell zu arbeiten", erzählt Daniela Benzin. Kirsten hat sich selbst mit Fingerfarben bemalt. Insgesamt stellt die junge Fotografin 15 weibliche Aktfotos im Format 40 mal 50 Zentimeter aus.

Warum nennt sie ihre analoge Schwarz-Weiß-Ausstellung "Pocahontas"? Daniela Benzin: "Der Name ist mir bei einem Spaziergang rund um den Stadtweiher eingefallen, ich finde ihn ganz originell." Pocahontas heißt so viel wie "Die Verspielte" und so sieht der Betrachter ihrer Fotos eine nackte Frau in verschiedenen "verspielten" Posen.

Fotografiert hat sie die Fotoserie mit einer analogen Kamera. "Man braucht keine teuren Exklusivfotoapparate, um eindrucksvolle Fotos zu machen", sagt die Fotografin. "Normalerweise arbeite ich immer mit natürlichem Licht, dies aber ist meine erste Serie mit Kunstlicht." Man könne auch mit künstlichem Licht hervorragende Fotos machen, ohne dass man sehe, dass es sich um Kunstlicht handele.

Mit Schwarz-Weiß-Fotos könne man aufgrund der kontrastiven Lichtwirkungen viel ausdrucksvollere Bilder machen als mit Farbfotos, ist Daniela Benzin überzeugt: "Schwarz-Weiß-Fotografie bleibt mein Hauptaugenmerk", erklärt sie, "ich fotografiere höchstens mal in Farbe, wenn ich etwas Auffälliges sehe - beispielsweise eine rothaarige Frau".

Daniela Benzin kennt das Café Grimm schon seit Kindertagen und freut sich, dass sie ihre Serie "Pocahontas" in der ihr vertrauten Umgebung ausstellen kann. "Hier im Café Grimm haben sich meine Eltern kennengelernt", verrät sie ihre Affinität zu diesem Künstlercafé.

Die Fotografin Daniela Benzin hat auch schon beeindruckende Bilder in der Zeitschrift "Monoporn - Magazin für seriöse Schwarz-Weiß-Fotografie" veröffentlicht. "Da war ich mit zwei Models um fünf Uhr morgens am Rothsee und habe mit einer 6-mal-6-Kamera fotografiert", erzählt sie. "Es war furchtbar kalt, aber ich liebe Gänsehaut." Auch einen Kalender mit weiblichen Aktfotos hat die Hilpoltsteinerin aufgelegt.

Von Robert Unterburger
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