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140 000 Kilowattstunden Strom aus drei Bürgersolaranlagen: Stadt Hilpoltstein erhält 2462,55 Euro Mieteinnahmen

Gewinnbringende Dächer

Hilpoltstein
erstellt am 22.03.2015 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:19 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (tis) Die Stadt Hilpoltstein freut sich über einen Scheck über 2462,55 Euro. Das Geld stammt aus Mieteinnahmen im vergangenen Jahr für die Bereitstellung von Dächern verschiedener städtischer Einrichtungen, auf denen die Agenda-21-Gruppe „Bürger-Solaranlagen für Schwabach & Umgebung“ ihre Anlagen installiert hat.
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Hilpoltstein: Gewinnbringende Dächer
Den Scheck über 2462,55 Euro Mieteinnahmen überreicht Projektleiter Gerhard Brunner (l.) an Bürgermeister Markus Mahl. - Foto: Tschapka
Hilpoltstein

Vor der Kulisse einer der beiden zuletzt hinzugekommenen Solaranlagen auf dem Dach der Hilpoltsteiner Feuerwehr und einem Wohnhaus in der Badstraße überreichte Projektleiter Gerhard Brunner den entsprechenden Scheck an Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl. Insgesamt sind in Hilpoltstein über 30 Bürgerinnen und Bürger an den Solaranlagen beteiligt. „Die Hilpoltsteiner Bevölkerung zeigt sich dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen, und es kommen immer noch weitere Interessierte hinzu, die sich alle für die Energiewende engagieren wollen“, machte Brunner deutlich. Er dankte Mahl außerdem dafür, dass sich die Stadt um die Verwaltung der Anlagen kümmert. Der Rathauschef versprach, dass das Geld aus den Mieteinnahmen in ökologische Projekte der Stadt fließen werde.

Die erste städtische Einrichtung, auf der eine bürgerbetriebene Photovoltaikanlage errichtet wurde, war der Bauhof im Dezember 2009. Pro Jahr werden dort mit 47 Kilowattpeak (kWp) rund 45 000 bis 48 000 Kilowattstunden (kWh) erzeugt. Von Januar bis Juni 2012 wurde dann die Anlage „HIP II“ realisiert, dazu zählen die Standorte Grundschule Hilpoltstein, Wasserwerk Hilpoltstein und die Feuerwehrhaus Meckenhausen. Die dort errichteten Solaranlagen kommen gemeinsam auf eine jährliche Leistung von 140 000 kWh dank 147 kWp. Von Mai bis August des vergangenen Jahres folgten schließlich noch Anlagen auf dem Dach der Firma Boxershop in der Lohbachstraße und die Dächer der Hilpoltsteiner Feuerwehr, die zusammen rund 68 000 kWh produzieren. Insgesamt konnten so in Hilpoltstein seit 2009 rund 400 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Gleichzeitig wurde Strom für etwa 70 bis 75 Familien produziert.

Die Organisation „Bürger-Solaranlagen in Schwabach & Umgebung“ wurde bereits vor 14 Jahren gegründet. Seitdem wurden dank der Beteiligung von rund 450 Menschen in der gesamten Metropolregion 37 Bürgersolaranlagen realisiert. Die größte davon befindet sich auf der Mülldeponie in Georgensgmünd. Die Anlagengröße reicht von 5 bis 1176 Kilowattpeak. Insgesamt kommen alle Einrichtungen, die auf städtischen Liegenschaften, auf Gebäuden kommunaler Tochterunternehmen sowie auf privaten und kirchlichen Dachflächen montiert sind, auf eine Gesamtleistung von rund 4,8 Megawattpeak (MWp). Die Investitionssumme liegt bisher bei rund acht Millionen Euro.

Von Tobias Tschapka
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