Sonntag, 18. November 2018
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57-jährige Frau wird zwei Monate nach der Gewalttat in Leerstetten tot in ihrer Zelle gefunden

Mutmaßliche Mörderin nimmt sich selbst das Leben

Leerstetten
erstellt am 09.11.2018 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 17.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Die mutmaßliche Mörderin des langjährigen Kreisbrandinspektors Erhard Schneider aus Leerstetten ist tot. Wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Freitagnachmittag bestätigte, hat sich die 57-jährige Frau in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg das Leben genommen. Schon am vergangenen Samstag sei die Frau tot in ihrer Zelle entdeckt worden, sagte Philip Engl von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth auf Nachfrage unserer Zeitung. "Alles deutet auf einen Suizid hin", sagte Engl, auch wenn ihm die Ergebnisse der Obduktion noch nicht vorlägen.
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Von einem Bestattungsunternehmen abtransportiert wird am 6. September die Leiche von Erhard Schneider in Leerstetten.
Von einem Bestattungsunternehmen abtransportiert wird am 6. September die Leiche von Erhard Schneider in Leerstetten.
Münch
Leerstetten


Bei der 57-jährigen Frau soll es sich um eine ehemalige Lebensgefährtin von Erhard Schneider gehandelt haben. Nachdem Schneiders Leiche zur Mittagszeit des 6. September auf seinem Anwesen in Leerstetten entdeckt worden war, wurde die mutmaßliche Mörderin nur wenige Stunden später im Schwabacher Stadtgebiet verhaftet. Die Frau war in einem Auto unterwegs und ließ sich widerstandslos festnehmen. Seitdem saß die 57-Jährige in Untersuchungshaft. Einen Termin für die Gerichtsverhandlung gab es laut Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth noch nicht. Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen gewesen.

Laut Gerichtsmedizin war Schneiders Todesursache eine "massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf". Die Tat löste tiefe Bestürzung in Leerstetten und im gesamten Landkreis aus. Denn Erhard Schneider war amtierendes Mitglied der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat von Schwanstetten. Er saß bis 2014 auch elf Jahre lang im Rother Kreistag. Neben seinen kommunalpolitischen Aktivitäten machte sich Schneider aber vor allem in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr einen Namen. Nach dem Erreichen der Altersgrenze für Feuerwehrleute vor zwei Jahren wurde Erhard Schneider als einer der ranghöchsten Feuerwehrfunktionäre im Landkreis Roth bei einem feierlichen Akt zum Ehrenkreisbrandinspektor ernannt.
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