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Buslinie 633 bleibt auf Kurs

Hilpoltstein
erstellt am 25.10.2013 um 19:52 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 19:07 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein/Heideck/Allersberg (jom/mes) Rund 26 000 Euro kostet es den Landkreis Roth, die Städte Hilpoltstein und Heideck sowie den Markt Allersberg, dass sie die Buslinie 633 nach dem teilweisen Ausstieg des ursprünglichen Betreibers bis zum 31. Oktober in vollem Umfang weiterführen.
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Die eine Hälfte des Defizits aus dieser Übergangslösung übernimmt der Landkreis, die andere Hälfte teilen sich die drei Kommunen entsprechend der jetzt veröffentlichten Fahrgastzählung.

Eine Fahrgastzählung zwischen 1. Juni und 21. Juli hat ergeben, dass durchschnittlich acht Menschen die Fahrten der Buslinie 633 nutzen. Etwa die Hälfte davon kommt aus Heideck, rund 35 Prozent aus Hilpoltstein und 15 Prozent aus Allersberg. So muss die Stadt Heideck knapp 6500 Euro bezahlen, die Stadt Hilpoltstein rund 4500 Euro und der Markt Allersberg 2000 Euro.

„Wir wollen es für ein weiteres Jahr machen“, sagte am Freitag Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl. Am 30. November 2014 läuft nämlich die Lizenz für die Linie 633 aus und es wird neu ausgeschrieben. Bis dahin sollen die Verbindungen zum Regionalbahnhof in Altenfelden mit kommunaler Unterstützung bestehen bleiben, um den öffentlichen Nahverkehr möglichst attraktiv zu halten. In eine ähnliche Notsituation dürften die Kommunen nach der Neuausschreibung im nächsten Jahr übrigens nicht mehr kommen, wie Mahl erklärte. Denn im neuen Personenbeförderungsgesetz ist festgeschrieben, dass die Betreiber keine Linien mehr so einfach zurückgeben können.

Sein Plazet zur Weiterführung der Freizeitlinie hat am Freitag auch der Kreisauschuss in Roth gegeben. Der Landkreis bezuschusst die Linie 633 bis zum November 2014 mit 26 200 Euro, mit 13 100 Euro beteiligt sich der Staat in Form der ÖPNV-Zulage. Ingesamt wird davon ausgegangen, dass die Linie bis Ende November 2014 ein Defizit von 65 500 Euro einfahren wird. Nicht infrage kommt laut Bernd Krämer der Wechsel vom Linien- in den Bedarfsverkehr. Das sei angesichts der Beförderungszahlen nicht möglich, da „mal 50, mal 35 und mal nur 5 mitfahren“, sagte Krämer.

Bezuschussen wird der Landkreis Roth auch in den Wintermonaten drei zusätzliche Fahrtenpaare der Linienbedarfstaxis von Roth über Abenberg nach Spalt am Samstag. Für den Zeitraum vom 2. November bis zum 30. April fällt ein Defizit von 4500 Euro an, davon übernimmt der Landkreis 1800 Euro.

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