Freitag, 17. August 2018
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Weihnachtslesung muss wegen des Unfalltods von Siefgried Rauch ausfallen

"Traumschiff"-Kapitän läuft nicht in Lieblingshafen ein

Greding
erstellt am 12.03.2018 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Greding (HK) „Ich bin unheimlich erschrocken, so etwas trifft dich aus dem Nichts.“ In ganz Bayern sind Fans des beliebten Schauspielers Siegfried Rauch (Foto) schockiert über seinen plötzlichen Tod; die Kulturreferentin der Stadt Greding, Bettina Kempf auch, aber wohl noch ein bisschen mehr als sie es im vergangenen Jahr gewesen wäre.
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Siegfried Rauch
Siegfried Rauch ist am Sonntagabend gestorben.
Schickinger
Greding
Denn sie hatte Siegfried Rauch kennengelernt, ihn engagiert für eine weihnachtliche Lesung im Dezember 2018 in Greding. Der Auftritt in der Stadtpfarrkirche sollte der Höhepunkt des Kulturprogramms werden – und der Abschluss des hiesigen Weihnachtsmarkts.

Der Schauspieler ist bei einem Treppensturz tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete sich bei einer Feier der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München. Als sie gestern am Morgen vom Unfalltod des 85-Jährigen erfahren habe, sei ihr erst einmal die Luft weggeblieben, sagt Kempf: „Die Trauer steht jetzt erst einmal an erster Stelle.“ Deshalb wolle sie ein bisschen Zeit verstreichen lassen, bevor sie mit Rauchs Management Kontakt aufnehme.

Sie sei umso erschütterter, weil nicht nur sie sich auf den Auftritt von Siegfried Rauch gefreut habe, sondern auch dieser sich auf Greding. Denn in den 1950er-Jahren habe Rauch einen Werbespot für eine Traktorenfirma in Greding gedreht. Das habe er ihr erzählt, so Kempf. Das Städtchen habe ihm so gefallen, dass er in einem Café in der Altstadt oft eine Pause eingelegt habe, wenn er auf der Autobahn unterwegs gewesen sei. „Er wollte unbedingt einmal in Greding auftreten“, erzählt Kempf. Im Dezember hätte es nun endlich geklappt.

Eine Alternative für den Kulturtermin, der jedes Jahr fester Bestandteil des Weihnachtsmarkts in Greding ist, habe sie noch nicht im Hinterkopf, „dafür ist es noch zu früh“. Umso mehr, weil Bürgermeister Manfred Preischl bei derlei Dingen ein Wörtchen mitrede. In dieser Woche sei er aber verreist, der Stadtchef befindet sich im Urlaub. Der Auftritt Ende des Jahres versprach, ein Erfolg zu werden, schon jetzt seien einige Reservierungen im Kulturamt eingetroffen, sagt Bettina Kempf: „Diesen Leuten müssen wir jetzt leider absagen.“
Volker Luff
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