Freitag, 18. Januar 2019
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Carl Schlenk AG baut moderne Halle - Unternehmen will rund 6,4 Millionen Euro in den Standort investieren

Goldene Zukunft in Barnsdorf

Barnsdorf
erstellt am 20.12.2018 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 24.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Barnsdorf (HK) Der Neubau der Firma Schlenk am Ortseingang von Barnsdorf geht mit großen Schritten voran.
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?GoldenShine? nennt sich die Coilfassade der neuen Schlenk-Halle in Barnsdorf. Je nach Sonneneinstrahlung leuchtet sie von Gold bis hin zu dunklen Brauntönen.
"GoldenShine" nennt sich die Coilfassade der neuen Schlenk-Halle in Barnsdorf. Je nach Sonneneinstrahlung leuchtet sie von Gold bis hin zu dunklen Brauntönen.
Schlenk
Barnsdorf
Derzeit werden die Hallen innen ausgebaut. "Wir haben in die Zukunft investiert", sagt der Vorstandsvorsitzende Joachim von Schlenk. Der goldfarbene Neubau direkt an der Straße ist allerdings nur ein Teil des Gesamtprojekts "Technik 3.0".

Zuletzt hatte die Carl Schlenk AG eher mit Rückschlägen zu kämpfen. Im April vernichtete ein Großbrand eine Lagerhalle, im Oktober starb bei einer Staubexplosion in der Aluminiumabfüllanlage ein 53-jähriger Mitarbeiter.

Jetzt will das Unternehmen nach eigenen Angaben bis Ende 2019 insgesamt rund 6,4 Millionen Euro am Standort Roth-Barnsdorf investieren. Das inhabergeführte Familienunternehmen produziert dort Effektpigmente, Metallpulver und Metallfolien für viele verschiedene Industrien und bietet 600 Arbeitsplätze. "Ziel des Gesamtprojekts ist eine schlagkräftige Techniktruppe, die jederzeit das optimale Funktionieren unserer Anlagen garantieren kann", sagt Joachim von Schlenk.

Im Neubau werden eine Verschieberegalanlage mit 1850 Palettenstellplätzen, ein 600 Quadratmeter großes Kleinteilelager sowie ein Werkzeug- und Materialshuttle untergebracht sein. Darüner hinaus soll eine neue, rund 800 Quadratmeter große Schlosserei mit Portalkrananlage und zwei Schwenkkranen die Arbeit erleichtern. Dazu beherbergt das neue Gebäude noch eine 180 Quadratmeter große Elektrowerkstatt sowie zwölf Büroarbeitsplätze und zwei Besprechungsräume im Obergeschoss. Dazu kommen acht Duschanlagen und Spinde für 72 Personen.

Ab dem Frühjahr 2019 sollen die Technikabteilungen des Unternehmens hier arbeiten. Mit 58,8 Metern Länge, 44 Metern Breite und 10,5 Metern Höhe ist der Neubau dann das größte Gebäude in Barnsdorf. In der Schlosserei will das Unternehmen laut eigener Aussage voll auf moderne Anlagen, Digitalisierung und effiziente Prozesse setzen. So werden in einem Logimat hochwertige Ersatzteile gelagert und per Knopfdruck automatisch aus dem Regal geholt und dem Mitarbeiter auf einem Tablett serviert.

Zukunftsmusik für das Jahr 2019 ist, dass die Mitarbeiter ihr benötigtes Material digital per Tablet anfordern können und dieses dann vollautomatisch bereitgestellt wird. Damit sollen Wege- und Wartezeiten entfallen und die Arbeit effizienter werden.

"Die Schlosserei wird so ihren Kernaufgaben noch besser nachkommen können: Reparatur, Wartung, Instandhaltung und Neubau von Anlagen. In die Möglichkeit des Neubaus von Anlagen investieren wir auch deshalb, weil die Zukunft des Unternehmens auch von der Zukunft der Produktion abhängt, und in dieser müssen die Anlagen mit den Anforderungen Schritt halten", sagt Joachim von Schlenk.
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