Sonntag, 27. Mai 2018
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Technikerschüler präsentieren elektrisch betriebene Dragster als Ergebnis ihrer Projektarbeit

Ferrari für die Steckdose

Roth
erstellt am 04.05.2018 um 16:35 Uhr
aktualisiert am 09.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Roth (HK) Unter das Motto "Dragster - die 1/16 Meile von Roth" hat die Abschlussklasse der staatlichen Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität am Berufsschulzentrum Roth ihre jüngste Projektarbeit gestellt.
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Stilecht mit dem ?Cavallino Rosso?: Eindeutig von Ferrari ist der Dragster des Teams ?Electrik Car Engineering? inspiriert.
Stilecht mit dem "Cavallino Rosso": Eindeutig von Ferrari ist der Dragster des Teams "Electrik Car Engineering" inspiriert.
Tschapka
Roth
"Dragster" sind Fahrzeuge, die speziell für Beschleunigungsrennen konstruiert werden. Dass diese rein elektrisch angetrieben werden, ist eher ungewöhnlich - aber genau das haben sich die vier jeweils fünfköpfigen Projektgruppen vorgenommen. Auf dem Gelände des Roth Nutzfahrzeugzentrums stellten die 18 Männer und zwei Frauen ihre Gefährte nun der Öffentlichkeit vor.

"Projektarbeiten wie diese sind ein Alleinstellungsmerkmal unserer Technikerschule", machte der Leiter des Berufsschulzentrums, Michael Greiner, in seiner Ansprache deutlich. "Wir sind sehr stolz auf unseren praktischen Ansatz, der von den Betrieben stark honoriert wird", sagte Greiner.

Alleine der Anblick der flotten Flitzer in der Maschinenhalle war schon faszinierend, aber vor allem freuten sich sowohl die Konstrukteure als auch die Besucher auf den Einsatz auf der Teststrecke, die rund um das Schulgebäude führte. Zuvor erläuterte der Leiter der Technikerschule, Andreas Deinhardt, die Aspekte des Projekts, das die Schülerinnen und Schüler von der Planung bis zur Ausführung selbstständig durchgeführt hätten. Vorgegeben waren zum Beispiel die Höchstgeschwindigkeit, die Reichweite, gute Bremsen und natürlich ein zügiges Beschleunigungsverhalten.

Logisch, das bei der Konstruktion nicht alles auf Anhieb geklappt habe, zum Beispiel das ehrgeizige Ziel eines der Teams, wirklich alle Teile ihres Dragsters ausschließlich aus Holz zu bauen. "Aber wie heißt es so schön - hinterher ist man immer gescheiter", sagte Deinhardt. Diesen Spruch könne man übrigens auch auf die gesamte Technikerschule anwenden", fügte der stellvertretende Schulleiter Andreas Betz hinzu, "denn alle Absolventen sind nach ihren Abschlüssen ebenso willig wie fähig, verantwortungsvolle Jobs in der Industrie zu übernehmen".

Anschließend präsentierten die vier Teams ihre Dragster und den Hergang ihrer Konstruktion in kurzen Vorträgen, zu denen auch selbst produzierte Werbevideos gehörten. Ein Jahr lang haben die Gruppen gemeinsam jeden Freitag an ihrem Projekt gearbeitet. Zwei der Fahrzeuge waren (überwiegend) aus Holz gefertigt, eines verfügte über einen Stahlrahmen, ein anderes über einen Aluminiumrahmen. Neben den technischen Spezifikationen hatten die Konstrukteure auch auf eine raffinierte Beleuchtung und auf das Design viel Wert gelegt. Der Dragster des Teams "Electrik Car Engineering" ließ sich dabei eindeutig von Ferrari inspirieren. Aus dem berühmten steigenden Ross entwuchs in diesem Fall jedoch ein Stecker für die Stromversorgung des Gefährts.

Das Fahrzeug mit dem Projektnamen "e-Wood" fiel vor allem mit seinem markanten Holzdesign auf. Für die Realisierung erhielten die Konstrukteure auch tatkräftige Unterstützung von den Schreiner-Azubis der Berufsschule. Diese wurden in den Dankesreden der Schüler ebenso bedacht wie die Lehrkräfte, die immer ein offenes Ohr für die Nachwuchskonstrukteure gehabt hätten.

Danach wollten alle natürlich auch noch sehen, wie sich die Dragster draußen auf der Strecke verhalten und ob sie ihre geforderten Spezifikationen erreichen. Beamte der Rother Polizeiinspektion unterstützten die Testfahrten, indem sie mit der Radarpistole die Geschwindigkeitsmessung durchführte. Am Ende gab es ausschließlich zufriedene Gesichter, sowohl beim Publikum als auch bei den Technikerschülern, die für ihre Arbeit viel Applaus bekamen.
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