Samstag, 22. September 2018
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Natternkopf, Flockenblumen und Wilde Möhre versus Insektensterben

Es blüht in den Gemeinden

Roth
erstellt am 12.07.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Roth/Hilpoltstein (HK) Die Mitwirkenden am Pilotprojekt "BlumenwiesenverBUNT" im Landkreis Roth haben sich wieder auf die Reise zu ihren Blühflächen gemacht, die im Moment alle Register ziehen.
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Angeregt worden war das Projekt von Naturgartenspezialist Reinhard Witt beim Grünseminar vor drei Jahren. Spontan bereit erklärt hatten sich dann die Stadt Schwabach, die Städte Abenberg, Hilpoltstein und Roth und der Markt Erlbach aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, naturnahe Blühflächen anzulegen.

Bei der Fahrt waren mit von der Partie Billy Wechsler (Stadt Abenberg), Horst Hirschl (Stadt Roth), Thomas Mulzer (Stadt Schwabach), Klaus Scheuenstuhl und Helmut Huthöfer (Markt Erlbach) unter der Federführung von Kreisfachberaterin Renate Haberacker. Helmut Brandl vom Bauhof Hilpoltstein konnte wegen der heißen Phase beim Challenge nur kurz dazustoßen. Neu dabei war Horst Schmidt als Landkreisgärtner mit neuen eigenen Blühflächen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In allen Gemeinden sind neue bunt blühende Flächen entstanden, die Hummeln, Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge magisch anziehen. Besonders spektakulär sind leuchtend gelbe Färberkamille, pinkfarbene Heidenelke, blauer Natternkopf, rosa Flockenblume, weiße Wilde Möhre, gelbe Königskerze und viele andere

Als problematisch werden einjährige Blumenwiesen angesehen: zwar sehr bunt, aber mit extrem viel Aufwand mit Neusaat, Wässern und Betreuung verbunden. Heimische Blütenpflanzen werden meist nur ausgesät und laufen von selbst auf. Man braucht etwas mehr Geduld, aber ab dem zweiten Standjahr blühen sie bei richtiger Pflege oft jahrzehntelang. Nur das Herausziehen von Wurzelunkräutern wie Löwenzahn sowie ein bis zweimal mähen im Jahr sind notwendig. Erfolgreich blühen können die Bereiche aber nur, wenn sie nicht betreten oder befahren werden. Ideal sind Restflächen oder Straßenränder in der Gemeinde, Fahrbahnteiler oder Kreisel. Resümee: Geeignete Fläche suchen und einfach probieren, wenn es nichts wird - herausfinden woran es gelegen hat, bei Bedarf sich mit den Kollegen vom "BlumenwiesenverBUNT" austauschen und wieder probieren.

Weitere Informationen bei Kreisfachberaterin Renate Haberacker, Landratsamt Roth, Telefon (09171) 811411.
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